boot Düsseldorf

Messe: boot Düsseldorf 2017

Innovative neue Produkte, Premierenschiffe, Seminare, Symposien, Experten-Referate und riesige Wasserbecken zum Ausprobieren angesagter Trends. Wieder einmal ist es der boot Düsseldorf gelungen, die ganze, facettenreiche Welt des Wassersports in ihren Hallen zu bündeln. segeln-Autorin Silke Springer nimmt Sie mit auf einem Rundgang durch die Hallen

Daten und Fakten

Laufzeit: vom 21. bis zum 29. Januar 2017
Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Preise: Tagestickets vor Ort gekauft: 23 Euro, online: 17 Euro
ermäßigte Tickets: 11 beziehungsweise 10 Euro
Kinder von 7 bis einschließlich 12 Jahre zahlen 6 Euro
Halbtagestickets: 14 beziehungsweise 11 Euro
Zweitagestickets: 32 beziehungsweise 25 Euro
Die Eintrittskarten (e-Ticket) beinhalten die kostenlose An- und Abreise mit der Rheinbahn im Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR, 2. Klasse, in zuschlagfreien Zügen in der Preisstufe D).
Fragen zu Tickets werden unter der Hotline: 0211/45 60 76 00 beantwortet.
Mitglieder des boot-Clubs erhalten die Karten günstiger. Registrierung unter: www.boot.de
 

REFIT-Center

Während der langen Winterpause ist endlich einmal Zeit, sich intensiv mit der Instandhaltung der eigenen Yacht auseinander zu setzen. Dass zur korrekten Aufarbeitung von GFK-Schäden, stumpfen Lacken, Antifoulinganstrichen oder Motorwartung Fragen auftreten, ist beinahe selbstverständlich. Da es Ende Januar in den meisten Winterlagerhallen ohnehin noch zu kalt für Überholungsarbeiten ist, bietet es sich an, vor Renovierungsbeginn nützliche Tipps einzuholen. Experten aus der Werftenbranche treffen Sie im Refit-Center in Halle 11.

SEGEL-Center

In Halle 15 werden Träume lebendig. Wenn Judith und Sönke Roever von ihrer Weltumseglung erzählen und großformatige Fotos von berauschend schönen Ankerbuchten auf die Multimedia-Leinwand zaubern, möchte man am liebsten sofort die Leinen lösen. Wenn Regattaprofis wie Phil Sharp und Anna-Maria Renken von den harten Wettfahrtbedingungen erzählen, unter denen sie Rekorde bei Atlaniküberquerungen aufzustellen versuchen, fiebert man automatisch mit.
Es gibt aber auch die vermeintlich unspektakulären Törns, die berühren. Stefan Boden, vielen als Digger bekannt und meistens einhand mit Hündin Polly unterwegs, weckt Sehnsüchte nach Ausflügen vor der eigenen Haustür. Genau wie die Schilderungen vom Silverrudder-Race, bei dem es 134 Seemeilen solo um die Insel Fünen geht und das sich innerhalb weniger Jahre zur weltweit größten Einhand-Regatta entwickelt hat. Wer einmal teilgenommen hat, den lässt das Rennerlebnis nicht mehr los. Er wird zum Wiederholungstäter.
Weitere Gastredner sind unter anderem Emily Penn, die Segeln und Umweltschutz in Einklang zu bringen versucht, genau wie Norbert Sedlacek, der 2018 mit einer spektalulären Reise, die ihn als Solosegler auf der Pol-Route durch alle Ozeane dieser Welt führen soll, auf unsere bedrohten Meere aufmerksam machen möchte.

MULTIHULL-Forum

Nach wie vor verzeichnet die Mehrrumpf-Branche deutliche Zuwächse. Das macht sich auch auf der 48. boot bemerkbar. In Halle 15 präsentiert die Messe ihr Multihull-Forum. Auf der zentralen Bühne erzählen Regattacracks wie Helge Sach (mehrfacher Welt- und Europameister in unterschiedlichen Kat-Klassen) von ihren Erlebnissen und ihrer Lust zum Fliegen, andererseits gibt es Vorträge von Fahrtenseglern wie beispielsweise Mareike Guhr, die innerhalb von vier Jahren mit dem Katamaran La Medianoche die Welt umsegelt hat und von unendlich vielen, gleichermaßen netten wie aufregenden Erlebnissen mit ihren zahlenden Gästen berichtet.
In die Zukunft geschaut wird mit Vorträgen zum Thema Foilen. Bei den Olympischen Spiele 2020 soll die Nacra17-Klasse mit Foils an den Start gehen.

 

BLAUWASSER-Seminar

Inzwischen schon zum 8. Mal findet ein Seminar zum Thema Blauwassersegeln statt. Ziel der Wochenend-Veranstaltung, die am 21. und 22. Januar stattfindet und 195 Euro pro Teilnehmer kostet (eine Begleitperson zahlt 145 Euro), ist es, möglichst umfassend alle Bereiche des Langzeitsegelns zu betrachten. Jene, die mit dem Gedanken spielen, ihren Lebensmittelpunkt aufs Schiff zu verlagern, erhalten umfangreiche Tipps bezüglich sinnvoller Vorbereitungen, sprich zu Routenplanung, Kostenaufstellung und notwendiger Ausrüstung. Außerdem werden allgemeine Themen wie Schlafrhythmus und Zusammenleben auf engstem Raum beleuchtet.
Referenten sind unter anderem Annette und Stefan Wendl, die mit ihren drei Kindern eine Sabbatjahr an Bord verbracht haben, Jimmy Cornell, der die ARC ins Leben gerufen hat, und Hinnerk Weiler, der mit seiner IW 31 Paulinchen am liebsten abseits der gewohnten Routen segelt.
Zeitplan und komplette Liste der Vortragenden: www.blauwasser.de

BOOT-Segelschule 2017

25 mal zehn Meter groß ist das Wasserbecken, das in Halle 14 für Segelschnupperkurse zur Verfügung steht. Auf kleinen Jollen, darunter Optis, können interessierte Besucher ausprobieren, ob sie Gefallen an dieser schönen Freizeitbeschäftigung finden. Das gilt sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene. Windmaschinen sorgen dafür, dass die Dingis trotz Indoor-Bedingungen übers Wasser gleiten können. Erfahrene Segellehrer vom Unterbacher See weisen ein und geben Tipps zum richtigen Bootshandling. Wer sich nicht aufs Wasser traut, kann auf dem an Land stehenden Simulationsboot erfahren, wie sich schwankende Planken anfühlen.

MEERES-Schützer

„Gesunde Meere und Ozeane sind die Grundlage für alles Leben auf unserer Erde und damit auch für den Wassersportler. Wir wollen auf der boot Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammen führen, so dass diese gemeinsam ihre Lösungsansätze für einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt vorstellen können“, erklärt boot-Director Petros Michelidakis. Als größe Wassersportmesse der Welt hat sich die boot dieses schwerwiegenden Themas angenommen und bietet zwei Meeresschutzorganisationen eine Plattform.
Die Deutsche Meeresstiftung, 2015 gegründet vom Medien-Unternehmer Frank Otto und vom Journalisten Frank Schweikert, der bereits seit 1992 mit seinem segelnden Forschungsschiff Aldebaran für die Gesunderhaltung der Ozeane kämpft, versteht sich als Vermittlerin zwischen Umweltpolitik und Wirtschaft. Sie ist gemeinnützig, stößt eigene Projekte und Kampagnen an, bringt aber auch Akteure unterschiedlicher Interessensvertretungen zum Dialog zusammen. Vorstandsmitglied Frank Schweikert sagt dazu: „Ziel unserer Initiative ist es, die Wassersportler als Vorreiter und Botschafter für gesunde Meere und Gewässer zu gewinnen und damit auch den nachhaltigen Ideen in der Wassersportbranche den Rücken zu stärken.“ www.meeresstiftung.de
Die zweite Organisation ist ebenfalls eine Stiftung und auch seit Jahren aktiv. Innitiiert und finanziert wurde die Fondation Prince Albert II vom amtierenden Fürsten von Monaco, der sich bekanntermaßen aktiv für den Umweltschutz und für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung einsetzt. www.fpa2.com
In Halle 4, auf dem 350 Quadratmeter großen „Love your ocean“-Stand, läuft eine Reihe von Mitmachaktionen, die allesamt auf die heikle Situation unserer Ozeane hinweisen. Im Research Cockpit beispielsweise kann man sich auf die Suche nach Plastkteilchen im Wasser begeben, im Recycle Workshop entstehen unter anderem aus alten Segeltuchresten Taschen. Mittelpunkt des Standes bildet die 20 Meter lange Nachbildung eines Pottwals. Was für ein Hingucker!
Höhepunkt der Meeresschutz-Aktion ist jedoch das Symposium, das am 24. Januar im Congress Center der Messe stattfindet und dessen Hauptredner Fürst Albert II ist.

SICHERHEITS-Tombola

Aktuelle Informationen über Rettungsmittel, ihre Technik und Einsatzgebiete gibt es in Halle 11. Auf dem Stand D34 stehen Sicherheitsexperten des Fachverband Seenot-Rettungsmittel e. V. (FSR) mit Rat und Tat zur Verfügung. Besonders interessant dürften Themen sein wie „Voraussetzungen zum Erwerb von Pyrotechnik“ oder „Unterschiede bei den diversen elektronischen Seenotsendern“. Außerdem gibt es etwas zu gewinnen. Jeder, der sich hier beraten lässt, darf in den großen Tombolatopf hineingreifen, und mit etwas Glück zieht er vielleicht das große Los.

SACHVERSTÄNDIGEN-Tipps

Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Schiff anzuschaffen, das eigene Boot zu verkaufen oder instand zu setzen, der ist gut beraten, sich mit einem Sachverständigen in Verbindung zu setzen. Auf dem Stand A/17 in Halle 9 geben Mitglieder vom Verband der Sportboot- und Schiffbau-Sachverständigen e. V. (VBS) kostenlose Tipps und Informationen.


Subscribe to Segeln News