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von Marianne und Ludwig (Fraukes Eltern)
Zum Abschluß des Ostsee-Umseglungs-Törns auf Basis Erneuerbarer Energien möchten wir unsere … Weiterlesen →

von Marianne und Ludwig (Fraukes Eltern)

Zum Abschluß des Ostsee-Umseglungs-Törns auf Basis Erneuerbarer Energien möchten wir unsere Eindrücke beim Wiedersehen mit der MAIKE und ihrer Besatzung schildern.

Seit 10.00 Uhr sitzen wir am 26. Sept. 2011 am äußersten Rand der Wiecker Mole auf einem mitgebrachten Klappstuhl und suchen durch Urgroßvaters Fernglas den Horizont nach der MAIKE ab. Wir warten mit Spannung darauf, dass sie in den Greifswalder Bodden hineinsegelt. Gegen 12.00 Uhr, bei strahlend blauem Himmel, können wir die MAIKE am roten Beiboot „Schlauchi“ entdecken, das neugierig links und rechts vom Heck Ausschau hält, wer da wohl zur Begrüßung der Mannschaft warten könnte. Bald darauf können wir auch ohne Fernglas das baltic-sea-Zeichen im Segel und die aufgereihten bunten Flaggen der besuchten Ostseestaaten erkennen. Wer strahlt da mehr, die beiden tüchtigen Seglerinnen, die Altweibersonne oder die Eltern? Die Leine wird uns zum Festmachen zugeworfen, dann dürfen wir die beiden endlich in die Arme schließen. Ein wunderbares Wiedersehen!

Wir freuen uns sehr über unseren Wimpel, der über 3.500 Seemeilen rund um die Ostsee mitreisen durfte und uns nun feierlich von den beiden überreicht wird. Trotz Salz, Wind, Regen, Sonne, Kälte und Wärme, die er in den letzten Monaten erlebt hat, können wir den von uns ausgesuchten Spruch darauf noch gut erkennen. Von der vielen Flatterei im Wind ist er müde und darf sich nun ausgiebig und beschützt in München ausruhen und von den erlebten Abenteuern träumen. Wenn wir ihn ansehen, freuen wir uns, dass wir baltic sea. pure energy. ein wenig unterstützen durften. Der Wimpel wird uns immer an das gelungene große Abenteuer der zwei engagierten Seglerinnen erinnern.

Bis zum endgültigen Ziel, dem Hafen in Greifswald, dürfen wir an Bord und genießen das fast lautlose Gleiten auf dem Ryck, den Anblick der fröhlichen Seglerinnen und das herrliche Wetter.

Die MAIKE darf für eine Nacht in dritter Reihe am Museumshafen festmachen.

Am nächsten Tag gibt es für die Mädchen jede Menge Arbeit. Vom hilfsbereiten Hafenmeister wird ihnen ein Liegeplatz zugewiesen, den die MAIKE bis zum Umzug ins Winterquartier nutzen darf. Hydrogenerator, Brennstoffzelle, Positionsanzeiger werden ausgebaut und für die Rücksendung an die Sponsoren vorbereitet. Der letzte Logbucheintrag wird geschrieben, alle persönliche Sachen müssen vom Boot in Rucksäcke und Taschen für den Alltag an Land verstaut werden, die MAIKE wird Klarschiff gemacht und Anke Lübbert bittet die beiden zum Interview für die Ostseezeitung.

Zwei Tage später kommt Insas Vater Holger aus Buchholz angedüst, um die Mädchen und auch sein Boot wiederzusehen. Er und seine Frau Maike waren im Juli in Schweden für eine Woche mitgesegelt und haben darüber im Blog berichtet.

Zu fünft verbringen wir einen sehr fröhlichen Tag. Sogar noch spät abends sitzen wir draußen in der Hornfischbar, einem urigen Restaurant Schiff direkt am Hafen. Zu erzählen gibt es schließlich mehr als genug.

Holger, Marianne und Ludwig sind sich einig: So riesig die Freude über das Wiedersehen mit den beiden auch ist, so sehr werden wir das tägliche in den Computer schauen zwecks neuer Logbucheinträge und Positionsbestimmungen vermissen. Die spannenden und interessanten Einträge waren für uns über Monate ein Highlight des Tages.

Unglaublich, was Insa und Frauke alles geleistet haben. Angefangen beim eigenen Umbau des Segelschiffes auf Erneuerbare Energien über das Suchen nach Sponsoren, das Organisieren von Partnerorganisationen in diversen Ostseestaaten mit dem Ziel, deren Umweltprojekte zu besuchen, die Routenplanung, das seglerische Können bei allen Wettern und Schwierigkeiten in so manchen Häfen, das sich immer wieder auf neue Mitsegler Einstellen, bis hin zum Sprachprobleme bewältigen und Präsenz zeigen bei vielen Open-Ship-Veranstaltungen.

Danke für das wunderschöne Wiedersehen und die ersten Live-Berichte.

Insa und Frauke, ihr habt einen einzigartigen Teamgeist über Monate hinweg bewiesen. Uns habt Ihr beim „Mitsegeln am Computer“ eine Riesenfreude bereitet.

Herzlich willkommen im neuen Heimathafen der MAIKE in Greifswald!

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