Nach dem ersten Siegesrausch gibt Oracle-Boss Larry Ellison (r.) einen Ausblick auf den nächsten Cup
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Findet der nächste Cup in San Francisco statt? Werden die Europäer es sich leisten können, dort anzutreten? Welche Boote werden gewählt? Einrumpfer oder Mehrrumpfer? Gibt es eine Auscheidungsserie in Europa? Fragen über Fragen.
Wird Alinghi wieder dabei sein? Russell Coutts sagt: „Natürlich sollten die besten Teams dabei sein.“ Er muss hoffen, dass Bertarelli wieder antritt. Es würde dem 34. Cup die Würze geben.
Aber der Schweizer macht klar, dass für ihn die Zukunft nur über Multihulls geht. Für die Cupper des 32. Cups, die zur Zeit in Valencia für die Louis Vuitton Series in Auckland trainieren (9. bis 21 Februar), hatte er nur Spott übrig.
„Habt ihr die Boote im Vergleich zu unseren draußen gesehen?“, fragte er die Medienvertreter und lachte höhnisch. Tatsächlich wirken die schmalen, schweren Yachten wie Dinosaurier. „Warum sollte man langsam segeln, wenn es auch schnell geht? Die Zeit der Spinnaker ist endgültig vorbei.“
Für ihn ist klar, dass in Zukunft mit Mehrrümpfern gesegelt werden soll, die wegen der hohen Geschwindigkeit keine runden Vorsegel mehr setzen. Taktiker Brad Butterworth macht gute Miene zum bösen Spiel: „Ich bin ein Fan von Multihulls.“ Alinghi will seinen Technik-Vorsprung in dieser Klasse ausspielen.
Genau deshalb wollen die Teams in der Warteschleife keine Multihulls. Für neue Teams, wie die Überreste der deuschen Kampagne, die mit Jochen Schümann mit den Franzosen im All4One-Team kooperieren, wäre das Know How nicht aufzuholen. Sie hätten keine Chance. Sie würden nicht mitmachen.
Davon abgesehen, halten viele Kritiker das Match-Race-Verhalten von Katamaranen für wenig spektakulär. Weil eine Wende im Vergleich zum Bootspeed extrem viel Zeit kostet, werden diese Manöver minimiert. Das limitiert die taktischen Möglichkeiten auf dem Kreuzkurs. Es wird befürchtet, dass kaum spannende Bord-an-Bord-Kämpfe stattfinden.
Auch das Thema Kostensenkung ist für potenzielle Syndikate ein großes
Thema. Dazu hatte man bei Alinghi schon gute Ideen. Denn
Alinghi-Designer Rolf Vrolijk glaubt, dass es beim vergangenen Cup kaum
ein halbes Dutzend der damals gemeldeten 19 Teams tatsächlich an die
Startlinie geschafft hätten. Die Wirtschaftskrise wäre eine
unüberwindliche Hürde gewesen