Spannende Startphase - bei Leichtwind liegen die Vorteile bei Alinghi
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Der Tri zeigt zum Schluss seine Überlegenheit
Thomas Hahn, neben Christop Erbelding der zweite BMW-Ingenieur, der
maßgeblich an der Entwicklung des Wunderflügels beteiligt ist, kann auf
dem Zuschauerboot kaum noch hinsehen. Funktioniert die Aerodynamik jetzt
nicht mehr? War man sich zu sicher? War es doch ein Fehler von Larry
Ellison und Russell Coutts diesmal an Bord des Trimarans zu gehen?
Im ersten Rennen hatten sie noch gepasst. Der Grund: Ihr zusätzliches
Gewicht würde bremsen. Nun ist der Wind aber noch leichter. Das Vorsegel
bleibt zusätzlich zum starren Profil gesetzt, um zwei der drei Beine
aus dem Wasser zu hebeln. Das ist der Problembereich für die „USA“.
Alinghi wendet, kommt auf der rechten Seite des Kurses in günstigeren
Wind und übernimmt die Führung. Das hat niemand erwartet. Plötzlich wird
aus einer Machtdemonstration von BMW Oracle ein spannendes America´s
Cup-Match.
Sollte es nur durch den ausstehenden Strafkreis von Alinghi entschieden
werden? Die Schweizer müssen etwas tun. Sie haben Vorfahrt, halten auf
den Gegner zu, könnten ihn ausbremsen, versenken, noch einmal alles
versuchen.
Vor drei Jahren nutzte der damalige Alinghi-Steuermann Ed Baird genau
diese Situation, um den Gegnern aus Neuseeland eine Strafe aufzubrummen.
Es war ein geniales Manöver. Aber diesmal steht der Amerikaner nicht am
Steuer. Das Verhalten dieser Mehrrumpf-Monster ist kaum bekannt und
überhaupt. Es hätte nichts gebracht.
Auf den folgenden zwei Raumschotskursen zeigt der amerikanische Trimaran
seine Überlegenheit. Dafür ist der Flügel gemacht. Er entwickelt
maximalen Vortrieb. „Wing is the King“ feiern die BMW Oracle Fans. „USA“
segelt einfach davon. Der Vorsprung im Ziel beträgt 5 Minuten und 26
Sekunden, als Alinghi seinen Strafkreis vor der Linie dreht. Larry
Ellison hat mit seinem Team den America´s Cup gewonnen.