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Segeln ist...

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...Sport! Von der Jollenregatta vor der Haustür auf dem Haussee bis zur Olympiade: Segeln ist ein Kraft-Ausdauersport, der dem Steuermann das taktische Denken eines Schachspielers abverlangt! Foto: Getty Images

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...Entspannung! Stille Buchten, die man nur vom Wasser aus erreicht. Idyllische Häfen mit Panoramaliegeplatz im Herzen der Altstadt. (Sonnen)Baden auf dem Boot, ohne Quetschstellen am übervollen Strand... Foto: Lina Nagel

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...Abenteuer! Orkan, Haushohe Wellen, der Kampf gegen die Elemente: Rennen um die Welt, wie das Volvo Ocean Race (Foto), oder die Vendée Globe. Entdeckungsreisen in die Arktis oder Südsee fordern alles von Crew und Material Foto: Getty Images

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Film starten Anker auf: Über Nacht hat der Wind gedreht, er weht nun zunehmend auflandig

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Grundkurs Seemannschaft Von der Theorie des SKS-Scheins zur Praxis: zum ersten Mal "Dickschiff"-Segeln, sechs Tage lang auf der Ostsee. Ein CrashKurs in praktischer Seemannschaft. Text und Fotos: M. Bohmann nfang Mai letzten Jahren rief mich mein Schwager Torsten an, ob ich nicht Lust habe, mit ihm und Sohn Henning auf der Ostsee zu segeln. Sie hätten gerade die theoretische Prüfung zum SKS-Schein bestanden und brauchten nun nur noch die obligatorischen 300 Seemeilen Praxis. Sie wollten zu diesem Zweck ein Boot chartern, und ich solle ihnen während des Törns das "Dickschiffsegeln" beibringen, denn ihre praktischen Erfahrungen hatten sie bisher nur auf der Jolle gemacht. "Wollt ihr Meilen fressen oder segeln lernen?" war gleich meine Gegenfrage, denn beides lässt sich kaum miteinander vereinbaren. Sie wollten das Erstere. Also charterte ich von PCO in Heiligenhafen eine "Bavaria 30 Cruiser", machte die Reiseplanung für einen sechs Tage dauernden Törn und arbeitete für verschiedene Wetterlagen passende Routen aus. Hierfür eignete sich perfekt die etwa 30 Seemeilen nördlich gelegene "Dänische Südsee", meinem Heimatrevier und das ich wie meine Westentasche kenne. 1. Tag Heiligenhafen bis Bagenkop, Samstag 30. Mai. Windrichtung und Stärke: NE-liche Winde 15 bis 18 Knoten (4 bis 5 Beaufort ), bedeckt, sonnig. Distanz: 25 sm Klarmachen zum Auslaufen. Ich erkläre den beiden, wie wir aus der engen Box ablegen werden und teile jeden für seine Aufgabe in einzelnen Schritten ein: 1. Da der Wind von Backbord weht, holt Torsten gleich die Vorleine in Lee ein und nimmt diejenige in Luv (Backbord) auf Slip. So kann sie beim Auslaufen zuerst mitgefiert und dann von Bord aus eingeholt werden. Weiterhin bringt er zwei Fender in Lee nahe am Bug aus, da dieser durch den Winddruck nach dem Loswerfen der Vorleine nach Backbord schwingen wird. 2. Ist alles so weit, holen wir uns über die Achterleinen so weit wie möglich achteraus, während Torsten die auf Slip ausgebrachte Vorleine so mitfiert, dass der Bug möglichst weit in Luv bleibt. 3. Henning holt mit mir das Boot, so lang wie die Vorleine reicht, achteraus, idealerweise bis sich die leeseitige Achterleine (mit Hilfe des Bootshakens) abwerfen lässt. Abb. 1: Ablegen mit seitlichem Wind und Vorleine auf Slip a) Eine lange, handliche Vorleine (Tipp: eine nicht kinkende ReserveSchot) wird auf Slip genommen und der Bug durch entsprechendes Mitfieren beim Achterausholen möglichst weit in Luv gehalten. b) In Reichweite der Pfähle wirft die Crew zuerst die Leine in Lee los. c) Danach holt der Rudergänger das Heck zum LuvPfahl

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Klicken Sie für weitere Fotos auf die Häfen Die "Dänische Südsee": Mit ihren zahlreichen geschützten Ankerplätzen und idyllischen Häfen ist sie ein ideales Revier zum erholsamen Trainieren 4. Wenn Torsten mit Handzeichen das Ende der Vorleine signalisiert, rufe ich "Vorleine los!". Er holt die Leine nun so schnell wie möglich ein. Ich gebe mit Steuerbord-Ruder Rückwärts, hole die luvseitige Achterleine zügig ein und hake sie vom Pfahl ab. Während das Boot achteraus Fahrt durchs Wasser macht, achten die beiden auf den Nachbarn und legen die Fender rechtzeitig vor dem Passieren des Lee-Pfahls an Deck. Gesagt, getan: Unser Boot nimmt schnell Fahrt auf, und mit anfangs harter Ruderlage dreht der Bug bereits nach wenigen Metern problemlos nach Luv. Gleich darauf sind wir in der schmalen Gasse und in Fahrtrichtung gedreht. Alles geschieht mit nur einem Kommando, rei-

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Abb. 2: Leinen los und Auslaufen mit Seitenwind aus einer Box Nun muss alles schnell und reibungslos ablaufen: a) Nach dem Kommando: "Vorleine los!" holt die Crew sofort b) die Fender an Deck und wirft c) gleich darauf die Achterleine vom Luv-Pfahl ab. d) Entsprechend des Winddrucks gibt der Rudergänger nun Zurück und kontrolliert die Drift des Bugs mit mehr oder weniger harter Ruderlage bungslos, wie bei einer bereits eingespielten, erfahrenen Crew. Und diese ist verblüfft, wie einfach und mit wenig Hektik sich so ein Manöver fahren lässt. Eine halbe Stunde später, gegen 12.45 Uhr, haben wir den Tonnenweg und die Untiefentonne passiert. Die Ostsee empfängt uns mit böigen 4 bis 5 Windstärken, kabbeligem Seegang und bis zu einen Meter hohen Wellen. Ich übergebe Henning das Ruder, damit er das Boot zum Setzen des durchgelatteten Großsegels mit Hilfe des Windex genau in den Wind steuert. Damit die Enden der Latten am Achterliek sich dabei nicht in einer der beiden Leinen der Lazy-Jacks verhaken, muss er das Boot dabei genau in den Wind halten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekommt Henning dieses Manöver bald recht gut hin ­ jedenfalls dafür, dass er zum ersten Mal an einem Radruder steht. Nach dem Setzen des Groß helfe ich ihm abzufallen, rolle mit Torsten die Genua aus, hole die Schot durch und stelle den Motor ab. Wir segeln ­ und die beiden zum ersten Mal auf einem "Dickschiff". Nun gilt es Kurs zu laufen und die Segel entsprechend zu trimmen. Der Wind hat bereits weiter in östliche Richtung gedreht, sodass wir Bagenkop an der Südwestküste der Insel Langeland bequem anliegen können. Nachdem die Segel getrimmt sind, rauscht unser Boot mit bis zu 6,5 Knoten dahin. Meine Crew ist begeistert ­ wenn nur nicht das Kurshalten so viel Mühe machen würde. Ein so sensibel auf kleinste Ruderlagen reagierendes Boot wie die Bavaria 30 raumschots mit schiebenden Wellen und kräftigen Böen nach dem Kompass zu steuern, ist selbst für geübte Segler nicht so einfach. So geht es erst einmal mit reichlich schlangenlinienförmigem Kielwasser voran. Viel kann ich nicht helfen, nur so viel: "Legt nicht sofort Ruder, wenn das Boot vom Kurs abweicht, sonst übersteuert ihr und kommt aus dem Schlingerkurs nicht mehr heraus. Der Bug schwingt meist wieder zurück und dieser Pendelbewegung begegnet ihr oder dämpft sie mit möglichst geringen Ruderlagen", so mein Rat. Damit haben sie die nächsten zwei Stunden reichlich zu tun und langsam wird das Kielwasser gerader. In der Zwischenzeit erkläre ich Grundsätzliches zum Segeltrimm. Zuerst zur Genua: Ihr Holepunkt ist zu weit vorn, das Profil deshalb zu tief und das Achterliek im oberen Drittel zu geschlossen. Dadurch wird mit dieser Windstärke zu hoher Druck aufgebaut, der unnötig bremsende Krängung erzeugt. So schiebe ich nun den Holepunkt weiter nach achtern und flache damit das Profil strömungsgünstiger ab. Das Segel öffnet sich im oberen Drittel (das Profil dreht zum Wind), verliert an Steuern nach dem Kompass ­ auf der sensibel und direkt reagierenden Bavaria 30 anfangs schwierig

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Abb. 3: Anlegen in eine enge0 Lücke bei moderatem Gegenwind Ein Mann wird über den abgefenderten Bug a) mit der Vorleine b) abgesetzt, die er so schnell wie möglich achtern belegt. c) Dann hält der Steuermann das Boot mit Hartruder und geringer Vorausfahrt auf der Stelle, während die Crew an Land d) mit der Achterleine das Heck an den Steg holt Druck, das Boot schiebt weniger Lage und segelt schnel- hart am Ruder und schiebt zu viel Lage ­ wir müssen ler. Anders der Trimm in schwachen Winden: Dann Druck aus dem Segel nehmen. Fiert man den Traveller bleibt die Strömung an einem runden Profil anliegend ganz nach Lee, wird der Anstellwinkel des Profils zum scheinbaren Wind spitzer und der Druck verringert. und bringt so optimalen Vortrieb. Nun zum Großsegel: Zuerst trimme ich mit dem Unter- Dieser Trimm hat gegenüber dem Fieren der Schot von liekstrecker das zu tiefe Profil flach. Ein rundes Unterliek einem festen Punkt im Cockpit aus den großen Vorteil, erhöht zwar im Schwachwind etwas den Vortrieb, the- dass die optimal eingestellte Form des Profils nicht veroretisch ­ aber messbar nur auf leicht gebauten Racern. ändert wird. Je länger die Travellerschiene, desto wirkungsvoller der Trimm. Auf Fahrtenyachten dagegen sollte man das Wird mit zunehmender Windstärke der Unterliek immer durchsetzen. Der Gewinn Druck am Ruder und die Krängung trotzdem an Fahrt im Schwachwind ist viel zu niedFilm starten zu groß, geht man in dieser Reihenfolge vor: rig und ein rundes Unterliek führt bereits Richtungs bei moderaten Winden um den Baum herum bezeichnungen Zuerst wird mit dem Achterstagspanner die Mastkrümmung erhöht und damit das Profil zu starkem Druckausgleich, der eine bremsende, erhöht Krängung verursachende Wirbelschleppe des Segels flacher. Dabei erhält das Vorstag mehr Spannung und sein Durchhang vermindert sich (bis zu einem erzeugt. Nächste Maßnahme: den Traveller ganz gewissen Grad). Dies bewirkt wiederum, dass die größnach Lee fieren. Bei den nun te Profiltiefe aerodynamisch günstig im vorderen Beherrschenden4, in Böen reich des Segels bleibt. Reicht diese Maßnahme jedoch 5 Windstärken, liegt nicht mehr aus, fiert man die Großschot. Dadurch steigt das Boot der Baum, die Verwindung (Twist) nimmt entsprechend stark zu, das Profil des oberen Drittels des Segels dreht in einem spitzeren Winkel zum Wind und verliert so an Druck. Das Boot richtet sich wieder auf, ohne an Fahrt zu verlieren. Als letzte Trimm-Maßnahme bleibt dann nur noch das Reff. Da das Großsegel den größten Einfluss auf den Trimm einer Yacht hat, refft man es zuerst und danach das Vorsegel. Nun werfe ich noch einen Blick auf die Windfäden (Telltales) des Vorsegels: Während die in Luv nahezu horizontal auswehen, flattern die leeseitigen nach oben. Das Segel ist zu hart durchgesetzt, die Strömung der LeeImmer up to date: seite reißt ab und verwirbelt ­ das bedeutet Fahrtverlust Der handliche Navund erhöhte Lage. Also fiere ich die Genua soweit auf, tex-Empfänger der Firma bis auch die Windfäden in Lee horizontal auswehen. Mörer im Taschenformat

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Nun sind beide Segel für diesen Kurs (halber Wind) und 4 bis 5 Windstärken optimal getrimmt. Das Boot schiebt nur noch um die fünfzehn Grad Lage und läuft über 6,5 Knoten. Merke: Je stärker der Wind, desto flacher müssen die Profile und je weiter muss der Spalt zwischen beiden Segeln getrimmt sein. Wann die vorher beschriebenen Trimm-Maßnahmen fällig sind, bestimmt der Steuermann. Er ist derjenige, der sofort merkt, wann das Boot "überpowered" segelt, also Ruderdruck und Ruderwinkel zu groß werden. Nach etwa drei Stunden kommt das steile, goldgelb in der Sonne leuchtende Kliff an der südwestlichen Seite Langelands in Sicht, und die Crew kann nun entspannt nach einer Landmarke steuern. Kurz vor Bagenkop legt der Wind auf fünf Windstärken zu, und statt zu reffen, begegnen wir (wie auf der Jolle) harten Böen durch kurzes Auffieren des Großsegels. Um 17.45 Uhr machen wir im geräumigen Vorhafen längsseits an der Pier fest ­ einem idealen Platz, um Hafenmanöver zu üben. Zuerst lasse ich jeden der beiden Vollkreise drehen, rückwärts Schlangenlinien fahren und kurz vor der Pier das Boot aufstoppen. Als sie genügend Gefühl für die Manövriereigenschaften haben, üben wir An- und Ablegen. Da die Lücke zwischen unseren Nachbarn relativ eng ist, bringen wir zum Festmachen zuerst die Vorleine als Spring aus, indem sie achteraus an Land belegt wird und zwei Fender um den Bug zu schützen. Kaum ist Henning mit der Vorleine abgesetzt, belegt er so schnell wie möglich die Vorleine, und während das Boot mit der Restfahrt in die Leine fährt, holt er mit der bereits an Land geworfenen Achterleine das Heck an die Pier. Wäre auf unserem Boot mittschiffs eine Springklampe vorhanden, könnte nach dem Belegen der Achterspring das Boot mit Hilfe des Motors und harter Ruderlage einfach an die Pier gedreht werden. Dieses Manöver ist jedoch mit einer nach achtern ausgebrachten Vorleine nicht möglich, weil der Drehpunkt zu weit vorn liegt. Deshalb sollte die zumeist optional angebotene Springklampe eigentlich zur Standardausrüstung jeder Fahrtenyacht gehören. Da der Wind nunmehr schwach von vorn kommt, genügt es beim Ablegen, den Bug kräftig abzustoßen. Dabei darf nicht zu viel Ruder gelegt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass das Heck mit dem Nachbarn kollidiert. Nach jeweils einem halben Dutzend Manövern haben beide den Bogen raus. Danach machen wir endgültig fest, bringen eine weitere Leine so weit wie möglich (eine Bootslänge) von achtern nach von aus und anschließend eine Vor- und Achterleine auf Slip. Die beiden als Spring gedachten Festmacher holen wir danach nochmals kräftig durch. Das Boot kann nun nicht mehr vor- und zurückrutschen, und

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Abb. 4 und 5: Anlegen mit Seitenwind in eine enge Box Die größte Schwierigkeit dieses Manövers: mit genügend Fahrt nahe genug den Luv-Pfahl ansteuern. Danach ist alles einfach: a) Mittschiffs die Achterleine überhaken, durchholen und das Boot auf Handsignal des Mannes am Bug aufstoppen. b) Mann springt an Land und belegt Leine in Luv. Das Boot ist ersteinmal fest. die Fender bleiben da wo sie ausgebracht wurden. Die Vor- und Achterleine lassen wir dagegen leicht durchhängen, da sie lediglich das Boot vor dem zu weitem Abtreiben hindern sollen. Steht Schwell in den Hafen, wird der Rumpf mit den langen, als Spring wirkenden Leinen weich abgefedert und ruckt nicht in die lose Vor- und Achterleine ein. 2. Tag Bagenkop bis Marstal, Sonntag der 31. Mai. Windrichtung und Stärke: NE-liche Winde 15 bis 18 Knoten ( (4 bis 5 Beaufort), abnehmend, wolkenlos. Distanz: ca. 9 sm Da unser "Crash-Kurs" (bisher ohne "Crash") am Vortage erst einmal verdaut werden sollte, lassen wir es heute ruhig angehen und beschließen nach Marstal zur gegenüberliegenden Insel Aerö zu segeln. Außerdem hat der Wetterbericht für den späten Nachmittag umlaufenden Schwachwind angesagt. So lässt sich der Nachmittag ideal nutzen, um das Ein- und Auslaufen in eine Box zu üben. Morgen können wir dann durch die engen Tonnenwege die 16 Seemeile zur wunderschönen Insel Avernakö bummeln und dort vor Anker gehen. Dafür steht dann mein Beiboot mit Außenborder zur Verfügung, da ich in Marstal einen festen Liegeplatz für mein Schiff habe. Nach bereits eineinhalb Stunden laufen wir bei herrlichem Sommerwetter in den Hafen ein und bereiten im Vorhafen den Anleger vor. Die Art und Weise, wie nun dieses Manöver unter allen möglichen Bedingungen am besten gefahren wird, lässt sich mühelos zu einem abendfüllenden Thema machen. Meiner Erfahrungen nach sind die dabei vermittelten, zahlreichen Informationen für Anfänger wenig hilfreich, denn spätestens vor Nun können in aller Ruhe die beiden restlichen Leinen festgemacht werden: Durch Fieren und Holen beider Leinen a) + b) lassen sich schließlich die beiden Leinen i Lee mühelos festmachen dem Einlaufen hat man dann all die theoretisch so einfach klingenden Tipps vergessen. Ich erkläre und bereite deshalb den Anleger nun so vor, wie er eigentlich unter fast allen Bedingungen einigermaßen problemlos klappen sollte und vor allem leicht zu merken ist: 1. : Da der Wind von Backbord weht, bringen wir drei Fender an Steuerbord aus, legen sie danach an Deck, damit das Boot nicht mit ihnen am Pfahl hängen bleibt und behalten Einen griffbereit im Cockpit. 2. : Die Achterleinen werden belegt, bekommen am

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Anlegen am Steg: Der Mann auf dem Vorschiff belegt die Vorleinen und schießt sie auf anderen Ende einen Palstek mit kleiner Schlaufe durch die danach ein Stück von dem langen Part der Leine zum Überhaken auf den Pfahl zu einer größeren Schlaufe gezogen wird. Diese Methode hat den großen Vorteil, dass nach dem Überhaken sich die Schlaufe festzieht und nicht nach unten rutschen kann. Dann werden beide Achterleinen außen herum vor den Wanten, also in der Nähe der breitesten Stelle des Rumpfes, auf dem Aufbau aufgeschossen und darauf geachtet, dass sie nach dem Überhaken reibungslos ablaufen können. 3. : Der Mann auf dem Vorschiff belegt die beiden Vorleinen (nicht vergessen: Leinen außen um die Reling herum zur Klampe nehmen) und schießt sie an Deck sorgfältig und wurfbereit auf. Nach dieser Vorbereitung erkläre ich das Manöver: Da der Wind von Backbord kommt, werde ich mit zügiger Fahrt durchs Wasser den Luv-Pfahl ansteuern und ihn möglich nah passieren. Vorher hakt Henning mittschiffs die Achterleine an Backbord über, geht sofort zur anderen Seite, bringt die Fender in Lee aus und achtet auf den Nachbarn. Während ich nun in die Box steuere, nehme ich mit etwas Rückwärtsgeben weitgehend die Fahrt aus dem Boot, hole so schnell wie möglich die Achterleine durch und achte dabei auf Torsten, der mir mit den Armen auf dem Vorschiff den Abstand signalisiert. Kaum ist er an Land, stoppe ich ganz auf und belege sofort die Luvleine, während Torsten die Vorleine in Ruhe in Luv festmacht ­ das war`s erst einmal. Nun bleibt nur noch die Achterleine in Lee auszubringen, indem wir uns mit Hilfe der Vor- und Achterleine zum Leepfahl holen, sie überhaken und schließlich die andere Vorleine belegen. Anschließend müssen beide ans Ruder. Das Ablegen klappt nun tadellos, aber während des Anlegens fällt es ihnen noch schwer, den luvseitigen Pfahl mit genügend Fahrt durchs Wasser anzusteuern und den Bild: Lina Nagel / segeln

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pen. Mit starkem Seitenwind ist es hilfreich, anschließend mit belegter Achterleine, Ruderlage und langsam voraus drehender Schraube das Boot in Luv zu halten, bis die Vorleine belegt ist. Weiterhin sollte die Crew sich nur auf das Festmachen der beiden Luvleinen und dem Ausbringen der Fender konzentrieren ­ für die restlichen Leinen ist danach jede Menge Zeit. 3. Tag Marstal bis Avernakö, Montag der 1. Juni Windrichtung und Stärke: schwache, umlaufende Winde, wolkenlos. Distanz: circa 16 sm Windstille. Die Sonne brennt wie im Hochsommer aus einem wolkenlosen Himmel. Gegen elf Uhr legen wir ab und motoren durch den engen Tonnenweg. Neu für meine Crew: In mehreren Bereichen muss hier auch bei Trotz des GPS-Navigators entnehmen wir vor dem Flaute mit quer setzendem Strom gerechnet werden. Es genügt also nicht nur die nächste Prigge oder Tonnächsten Törn alle wichtigen Informationen der ne anzusteuern, sondern der Rudergänger muss auch Seekarte und notieren sie auf einem Extra-Zettel regelmäßig einen Blick über die Schulter werfen, um Bug lang genug in Luv zu halten. Denn ist das Boot zu mit dem bereits passierten Seezeichen zu kontrollieren, langsam, dreht der Vorsteven zu schnell ab, der Pfahl ob er sich noch im Tonnenstrich befindet. Je stärker der lässt sich nicht mehr erreichen und es treibt längsseits Wind, desto häufiger ist diese Kontrolle notwendig. Der Strom kann hier so stark setzen, dass man zum Nachbarn. schnell außerhalb gerät und gleich darauf Aber so ein missglückter Anleger ist kein fest sitzt. Um dies zu verhindern, musste ich Beinbruch. Keinesfalls darf man jetzt mit Film starten hier mit meinem Schiff manchmal bis zu 30 hektischen Voraus- und Rückwärtsschüben Grad vorhalten, um die Versetzung zu komversuchen, das Manöver noch zu retten, sonLee und Luv pensieren. dern nun heißt es sofort die Fahrt aus dem Nach etwa einer Stunde haben wir freien Seeraum erBoot zu nehmen, es abzuhalten und die Fender richtig reicht und setzen in schwacher Brise die Segel. Unter zu platzieren. Wie bringt man aber danach die Achterleine auf den karibischen Bedingungen bummeln wir mit zwei bis Pfahl in Luv ­ besonders in einer breiten und langen drei Knoten zur grünen Tonne vor der Südostspitze der Box? Am einfachsten über einen Nachbarn mit Hilfe Insel Avernakö, bergen die Segel und motoren zu einem des Bootshakens, oder mit dem Beiboot, oder, wenn der idyllischen, durch Hügel geschützten Ankerplatz ihrer Wind nachgelassen hat, durch kräftiges Abdrücken von Westküste. Weil noch Vorsaison ist, liegen hier nur drei kleinere Boote nahe am Ufer, und wir können uns ohne dem Pfahl in Lee. Mit etwas Hilfe von mir am Gashebel klappt das Manöver lange zu Kreisen einen günstigen Platz aussuchen. Mit dann bald tadellos, wobei die guten Manövriereigenschaf- genügend Abstand vom Strand auf etwa vier Meter Wasten (Drehfreudigkeit, kurze Stoppstrecke) unseres Bootes sertiefe gibt Henning kurz Rückwärts, und als das Boot sehr hilfreich sind. Danach ist Feierabend. Es gibt mari- keine Fahrt mehr durch Wasser macht heißt es: "Fallen nierte Grillrippchen von "Brugsen" (dem Supermarkt) und Anker"! Torsten hat die 40 Meter lange Bleileine vorher klar ich mache noch schnell das Beiboot mit dem Außenborder zum Ausrauschen an Deck aufgeschossen, und als er klar, denn morgen wollen wir Ankermanöver üben. Merke: Die Achter- und Vorleinen müssen so aufge- signalisiert, dass der Anker auf Grund liegt, legt Henschossen sein, dass sie reibungslos und schnell ablau- ning den Hebel auf Rückwärts. Da durch die nun links fen können. Beide Achterleinen liegen an der breitesten drehende Schraube das Heck nach Backbord schwenkt Stelle des Rumpfes (außen herum vor den Wanten) be- (Schraubeneffekt), legt er entsprechend Gegenruder, um reit, damit die Crew beim Passieren des Pfahls (an Luv) möglichst gradlinig achteraus Fahrt vom Liegeplatz des Ankers zu machen. Nachdem Torsten die Leine zügig genügend Zeit zum Überhaken hat. auf die Hälfte ihrer Länge mitgefiert hat, hebt er den Ganz wichtig: Mit Seitenwind muss das Boot genügend Arm und belegt sie, während Henning gleichzeitig das Fahrt durchs Wasser machen, da moderne, leicht gebau- Gas wegnimmt. Die Leine schnellt hoch und der Steven te Yachten mit ihren hohen Freibord und geringem Un- schwingt ruckartig in Zugrichtung ­ das Boot hat "einterwasserschiff schnell abtreiben. Also: Zügig einlaufen, getörnt" und der Anker offensichtlich in dem weichen danach mit Rückwärts und der Leine das Boot aufstop- Sandgrund gleich gefasst.

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Danach nehmen wir erneut Fahrt auf, Torsten fiert Die Strandnähe täuscht: Der Abstand zum Ufer ist zügig den Rest der Leine mit, und wir lassen das Boot noch reichlich, sodass wir bei auflandigem Wind nochmals in die Leine fahren. Auf idealem Grund mit (wie am nächsten Morgen) nicht auf Sand sitzen der zehnfachen Leinenlänge zur Wassertiefe, reichlich Abstand zum Land und den Nachbarn liegen wir nun ist unbedingt der Schwojkreis zu beachten, damit man sicher, auch wenn der Wind (was hier häufig vorkommt) bei Winddrehern dem Nachbarn nicht zu nahe kommt. Deshalb sollte der Ankerplatz sorgfältig durch mehrmaüber Nacht auflandig aufbrisen sollte. Mit einer Flasche Bier im Cockpit genießen wir den liges Abfahren ausgewählt werden, um auf diese Weise herrlichen, sommerlichen Nachmittag und ich wieder- die Abstände besser einschätzen zu können. Um Stress hole noch einmal die wichtigsten Regeln zum sicheren zu vermeiden, ankere ich zumeist weiter außerhalb, auch wenn dann weniger Landschutz vorhanden ist und Ankern: die Fahrt zum Strand länger dauert. Aus die· Das Kommando "Fallen Anker"! darf erst sem Grunde ist für mich ein zuverlässiger dann gegeben werden, wenn das Boot ganz Außenborder unverzichtbar. aufgestoppt ist. Film starten · Wird der Anker so wie beschrieben in den · Kette/Leine erst dann stecken, wenn das Sektoren Grund eingefahren, ist es relativ sicher, dass Boot Fahrt durchs Wasser macht. Lässt man und Kurse er gefasst hat. Auf unsicherem Grund (Steidagegen gleich nach Fallen des Ankers zu viel Kette/Leine ausrauschen, kann sie sich über den ne, harter Lehm und vor allem Gras) sollte man jedoch in zunehmenden und drehendem Wind auf der Hut sein, Anker legen und ihn dadurch am Eingraben hindern. · Ich stecke auf meinem Boot immer wenn möglich die da durch Schwojen der Anker wieder loskommen kann. · Ob er über Grund rutscht lässt sich deutlich "erfühgesamte Kettenlänge (45 Meter). Der Zugwinkel auf den Ankerschaft wird dadurch wirkungsvoll spitz und mit len", wenn man die Hand auf die Kette bzw. Leine legt, einer schweren Kette optimal horizontal zum Grund. Sie oder wenn in Böen der Rumpf zur Seite schwingt und bildet wegen ihres Gewichtes eine Bucht, die Stampfbe- dann nicht mehr zum Liegeplatz des Ankers zurück wegungen im Seegang angenehm abgefedert. Liegt das dreht. In diesem Fall darf nicht lange gezögert, sondern Boot nur an einer Leine, muss bei Welle ein Kettenvor- gleich ein anderer Ankerplatz aufgesucht werden. Anschließend fahren wir mit dem Dingi an Land, wanläufer und/oder ein Ankergewicht für den notwendigen spitzen Zugwinkel sorgen. Ruckt der Bug trotzdem in dern über den Hügel durch die zauberhaft blühende, abdie Leine ein, wird es höchste Zeit, den Ankerplatz zu wechslungsreiche Landschaft zur nahe gelegenen Räucherei, wo es den feinsten kalt geräucherten Lachs gibt, verlassen. · Steckt man die gesamte Ketten- bzw. Leinenlänge aus, den ich kenne.

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Abb. 6: Anlegen in eine enge Lücke mit auflandigem Wind Mit harter Ruderlage und entsprechend starken Vorrausschüben a) hält der Steuermann das Boot so weit wie möglich quer zum Wind und manövriert es auf diese Weise langsam an den Liegeplatz. b) Ist die Vorleine achteraus auf dem Steg belegt, wird das Boot mit Hartsteuerbord-Ruder in die Leine gefahren und mit der Achterleine das Heck herangeholt fen, dass mit der Hand die Schot gerade noch gehalten werden kann. Je weniger Törns auf der Trommel bleiben, desto weniger blockierende Kinken können sich bilden. Auf das Kommando "Ree!" drehe der Rudergänger nun zügig mit moderater Ruderlage an (zu harte Ruderlage bremst), während die Crew in Luv die Schot abwirft und darauf achtet, dass sie reibungslos ausrauschen kann. Dreht der Bug durch den Wind, legt der Rudergänger das Ruder mittschiffs und verlangsamt so die Drehung, damit die Crew in Lee während des Abfallens genügend Zeit hat, die Lose der Schot weitgehend mit der Hand über der Winsch durchzuholen. Um aber nicht bei höherem Seegang zu stark aufgestoppt zu werden, lässt der Rudergänger das Boot etwas weiter als in glattem Wasser abfallen. Es nimmt so schneller wieder Fahrt auf, und während des langsamen Anluvens hat die Crew in Luv Gelegenheit das Vorsegel zu trimmen, bis alle Windfäden wieder gleichmäßig auswehen. Nachdem jeder mehrmals Wenden am Ruder gefahren hat, klappt das Manöver ohne großen Fahrtverlust bereits recht gut. Um in den Sund zu gelangen, müssen wir nun mit achterlichem Wind mehrfach halsen. Als alte Jollensegler ist meine Crew mit diesem Manöver und seinen Tücken weitgehend vertraut. Trotzdem gehen wir alle wichtigen Punkte über den Ablauf zur Sicherheit nochmals durch. Wichtigste Maßnahme: Die Großschot muss ordentlich aufgeschossen sein, damit sie nach dem Durchgang reibungslos und ohne stoppende Kinken schnell ausrauschen kann. Dann wartet der Rudergänger eine ruhige Wellenperiode ab, damit der Baum beim Rollen nicht zu früh übergeht. Je länger sein Weg, desto heftiger fällt er in die Schot ein. Nach "Klar zur Halse"! und "Klar"! von der Crew gibt Beide Spring sollten möglichst lang ausgebracht und kräftig durchgeholt werden, damit die Fender am Platz bleiben, Vorleinen durchhängen lassen 4. Tag Avernakö bis Troense, Montag der 2. Juni Windstärke und Richtung: NW um 4, wolkig, kühler Wind, Distanz: circa 15 sm Gegen morgen wird es unruhig am Liegeplatz. Der Wind hat mal wieder während der Nacht gedreht und weht nun als frische Brise in die Bucht. Nach einem kurzen Frühstück gehen wir Ankerauf und segeln raumschots in Richtung Svendborg Sund. Bevor wir in das enge Fahrwasser einlaufen, halse ich und lasse die beiden einige Wenden fahren ­ möglichst schnell hintereinander, aber ohne Regattahektik. Dazu gebe ich für dieses Manöver einige grundsätzliche Empfehlungen und teile jeden für eine Aufgabe ein: Erst wenn das Boot entsprechend der Wind- und Seegangsverhältnisse auf Kurs, der Seeraum voraus frei ist und es genügend Fahrt durchs Wasser macht (eventuell etwas abfallen), gibt der Rudergänger das Kommando "Klar zur Wende!". Bevor die Crew nun mit deutlichem "Klar" das Kommando bestätigt, hat sie die Winschkurbel in Lee griffbereit gelegt, einen Törn (bei stärkerem Wind zwei Törns) auf die Winsch genommen und holt die Schot leicht durch. In Luv werden von der Winsch soviel Törns abgewor-

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Abb. 7: Ablegen mit starkem, auflandigem Wind vom Steg Um von dem hinteren Pfahl freizukommen, wird mit Hartbackbord-Ruder in die Vorleine gefahren, während sie der Mann an Land über einen Poller durchholt a)+b): Das Heck wird nach Luv gedreht. c) Mit Motor im Leerlauf holt er nun den Vorsteven weiter herum, springt an Bord, während der Rudergänger mit Ruder hart Steuerbord d) rückwärts Fahrt aufnimmt der Rudergänger das Kommando "Rund achtern"! Nun schießt und damit das Einfallen in die Schot dämpft. Mit muss alles schnell gehen: Ruder legen, und während das modernen, drehfreudigen Yachten lässt sich dieses Material Heck in den Wind dreht die Großschot zügig durchholen. schonende Manöver einfach durchführen. Im Übrigen sollte man auf solchen Booten niemals platt Lässt ihr Zug nach, und beginnt das Achterliek gerade einzufallen, mit der Großschottalje den Baum auf die an- vor dem Wind, sondern raumschots segeln und lieber mehrere Halsen in Kauf nehmen. Der Weg dere Seite drücken und die Leine ausrauschen ist dann zwar länger, aber man kommt auf lassen. Während das Großsegel die Wanten Grund der höheren Geschwindigkeit trotzerreicht, luvt der Rudergänger langsam an, Film starten dem eher ans Ziel und dies ohne den Stress die Crew holt währenddessen die Großschot Warum schwimmt drohender Patenthalsen. durch und unter der Abdeckung des Großseein Boot Im Landschutz des engen Sunds erreichen gels die Genua zügig auf die andere Seite. Tipp: Um in stärkerem Wind die Wucht des übergehenden wir gegen 13.00 Uhr Troense. Der sehr enge Hafen ist wie Baumes zu dämpfen, kann er "unterlaufen" werden: Der üblich belegt, aber am Kopfschlengel ist noch eine Lücke Rudergänger lässt das Boot dabei mit einer schnellen Dre- frei. Da der Wind auflandig weht, nutzen wir die Abdrift hung so weit anluven, dass das Segel nahezu in den Wind und bugsieren das Boot mit entsprechender Ruderlage und leichten Vorausschüben langsam längsseits. Durch den Winddruck schwingt der Bug zuerst an den Steg, Torsten springt mit der Vorleine an Land, und ich stoppe mit kurzem Rückwärtsschub und Steuerbordruder das Boot auf. Da die Schraube rückwärts links herum dreht, beschleunigt der Schraubeneffekt gleichzeitig die Drehung des Hecks an den Steg. Danach setzen wir die langen, als Springs ausgebrachten Leinen so hart wie möglich durch und bringen anschließend die Fender in Höhe der Pfähle aus, die den Steg tragen. Nun liegt das Boot fest und die Fender bleiben auch bei Schwell am Platz. Merke: Dreht bei Rückwärtsfahrt die Schraube links herum, ist beim Anlegen Backbord die "Schokoladenseite". Das Heck lässt sich dann mit kräftigen Rückwärtsschub auch bei ablandigem Wind an den Steg manövrieren. Wird jedoch Steuerbord Landseite, ist zum Anlegen mehr Fahrt im Schiff notwendig, damit das Heck mit hart Backbordruder und kurzem Vollzurück möglichst Der Palstek lässt sich auf verschiedene Weisen knoten ­ aber nur eine ist für die Praxis geeignet! weit zum Steg schwingt.

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5. Tag Troense bis Marstal, Mittwoch, der 4. Juni Windrichtung und Stärke: NW um 5, zunehmend auf 6, böig, bedeckt, kühl. Distanz: circa 16 sm Am Morgen ist kräftiger, auflandiger Wind aufgekommen, der den Rumpf gegen den Steg drückt. Da der Platz hinter uns frei geworden ist, legen wir rückwärts ab. Wir holen alle Leinen bis auf die Achterspring ein, und ich halte das Boot mit langsamer Fahrt von der Leine gestoppt am Steg. Auf mein Kommando hin drückt Henning mit dem Bootshaken das Heck ab. Ich gebe rückwärts und als es Fahrt über den Achtersteven zu machen beginnt, lege ich hart Ruder nach Steuerbord. Torsten holt mit der Leine den Vorsteven noch etwas zum Steg und springt darauf an Bord. Mit Hilfe des Windes dreht den Bug weiter zum Steg und wir kommen achtern an den Pfählen für den Fähranleger gut klar. Wichtig war, dass ich während des Ablegens, als das Boot noch keine Fahrt durchs Wasser machte, nicht zu viel Gas gab, da im Stand sonst der Schraubeneffekt das Heck zum Steg "geschraubt" hätte. Dann wäre die Länge des Platzes nicht ausreichend gewesen, um das Heck von den Pfählen wegzudrehen. Da der Wind nun sehr raumschots einfällt, rollen wir nur die Genua aus und segeln mit flotten vier bis fünf Knoten den Tonnenweg zum südöstlichen Ausgang des Sundes. Außerhalb des Landschutzes empfängt uns ruppiger, durcheinander laufender Seegang und der Wind frischt auf böige Beaufort fünf bis sechs auf. Gegen 13-00 passieren wir in der schmalen gut betonnten Fahrrinne den (wenig sehenswerten) Fährhafen Rudköbing und laufen danach im freien Fahrwasser die sieben Seemeilen auf Südwestkurs in den Tonnenweg nach Marstal. Mit der Genua allein lässt sich das Boot, trotz des hier nun herrschenden ruppigen Seegangs, mit zwei Fingern steuern, da es ohne Großsegel mehr gezogen als geschoben und am Ausbrechen durch den weit vorn liegenden Segeldruckpunkt gehindert wird. Gegen 14-30 machen wir wieder in Marstal fest. Wegen des starken Seitenwindes übernehme ich dieses Mal das Ruder, muss aber zweimal Anlauf nehmen, um den luvseitigen Pfahl nahe genug zu passieren. 6. Tag Marstal bis Heiligenhafen, Montag der 2. Juni Windrichtung und Stärke: NW 3 bis 4, sonnig, kühler Wind. Distanz: circa 32 sm Der Tag empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und moderater Brise aus Nordwest ­ ein perfekter Raumgang zum Heimathafen liegt vor uns. Aber der Wetterbericht hat für den Nachmittag Starkwind um 6 Beaufort mit der Gefahr von stürmischen Böen gemeldet

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Besorgte Gesichter ­ das erste Mal im Starkwind mit heulenden Böen über sieben Windstärken Wir setzen im Vorhafen die Segel und nachdem wir gegen 11-50 die Ansteuerungstonne passiert haben, den Kurs Südost auf die Untiefentonne vor Heiligenhafen ab. Mit geringem Seegang läuft unser Boot fünf Knoten. Eine halbe Stunde später dreht der Wind weiter nach West und nimmt schnell von drei auf fünf Windstärken zu. Der Seegang wird höher, das Boot beschleunigt auf über sechs Knoten und liegt hart am Ruder. Gegen 13 Uhr zieht schnell von Steuerbord eine geschlossene, dunkelgraue Wolkenwand auf, die nichts Gutes verheißt. Ich lasse zur Sicherheit sofort das Groß bergen ­ "falls da kein Dampf drin ist, können wir ja gleich wieder ausreffen", erkläre ich meine Vorsichtsmaßnahme. Kaum ist das Segel an den Baum gelascht, brist es über sechs Windstärken auf. Das Boot rauscht mit fast sieben Knoten nahezu platt vorm Wind dahin. Ohne Großsegel ist jetzt aber der Druck am Ruder wieder im grünen Bereich und das Boot läuft sehr kursstabil. Gegen 17-00 ist die Wolkenbank durchgezogen. Der Wind dreht wieder auf NW zurück und die Sonne strahlt von einem fast wolkenlosen Himmel. Aber der Wind legt weiter auf etwa 7 Beaufort zu und das Boot überschreitet mit hoch aufschäumender Bugwelle mit über sieben Knoten häufig seine Rumpfgeschwindigkeit. Die stürmischen Böen pfeifen dramatisch in den Wanten und der etwa 1,50 Meter hohe Seegang ist nun dicht an dicht mit Schaumköpfen und Gischtstreifen bedeckt. Meiner Crew, die noch nie ein solches Wetter auf See erlebt hat, ist offensichtlich mulmig zu Mute. Aber dieses Gefühl legt sich bald, als sie merkt wie mü- Mit stark gereffter Genua laufen wir noch über sieben Knoten ­ raumschots, wie auf Schienen helos das Boot sich steuern lässt und mit dem Seegang fertig wird. Ich fühle mich auch nicht so ganz wohl (was ich mir natürlich nicht anmerken lasse), denn mit Gleitfahrt auf eine bisher noch nicht angesteuerte Leeküste zu laufen, ist nicht gerade ein Hochgefühl. Früher hätte ich in dieser Situation den Handpeilkompass kaum noch aus der Hand gelegt, das Echolot im Auge behalten und mit Hilfe der Logge Koppelorte in die Karte eingetragen. Heute genügt es lediglich auf dem Bildschirm den Kurs zur Ansteuerungstonne zu kontrollieren ­ wie einfach, sicher und stressfrei ist doch die Navigation geworden! Schnell kommt nun die Küste näher. Um Fahrt aus dem Boot zu nehmen rollen wir die Genua um fast die Hälfte weg. Trotzdem läuft das Boot immer noch an die sechs Knoten. Bald passieren wir die Untiefentonnen am Rande des Flachs. Hier steigt die Wassertiefe von neun auf 1,5 Meter steil an ­ ein spektakulärer Anblick: Die Farbe des Wassers ändert sich dabei schlagartig vom tiefblau auf hellgrün über dem Sand und der chaotische Seegang scheint hier zu kochen. Wer da hineingerät.... Im Tonnenweg rollen wir das Segel ein und kurz nach 18 Uhr sind wir wieder am Liegeplatz der PCO-PrivatCharter (siehe Kasten) fest. Nachtrag: Vier Wochen später bekam ich wieder von Torsten einen Anruf: Ob ich ihnen nun zutrauen würde einen solchen Törn auf dem gleichen Boot allein zu segeln? Ich traute zu und danach hörte ich mit einigem Stolz, dass sie den Törn problemlos gemeistert hätten.

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Privat-Charter Ostsee, PCO PCO ist eine vor rund 20 Jahren gegründete Agentur zur Vermittlung von Yachten aus privater Hand. Mittlerweile hat das Unternehmen 430 Yachten von Flensburg bis Rügen unter Vertrag. Das Unternehmen bietet den Eignern der Charteryachten zwei Geschäftsmodelle an: Der Eigner kümmert sich selbst um sein Boot, wickelt die Übergabe und Abnahme nach dem Törn persönlich ab. Oder: Das Unternehmen übernimmt den gesamten Service, wie einen Rundumcheck der Technik und Ausrüstung, das Abtauchen des Rumpfes nach dem Törn, der Reinigung innen und außen, Vorbereitung des Bootes für den nächsten Törn und die gesamte Verwaltungsarbeit wie Zahlungsverkehr, Kundenkorrespondenz etc. Beide Modelle beinhalten die Aufnahme des Bootes in den PCO-Katalog, Vorstellung auf den Internetseiten und aktives Marketing. Für das erstere Modell erhebt die Firma eine Vermittlungsgebühr von fünfzehn Prozent der Charter und für den Komplettservice das Doppelte. Von den verbliebenen 70 Prozent hat der Eigner die Kosten des Liegeplatzes während der Saison und die Versicherung zu tragen. Alternativ bietet PCO noch ein Pachtmodell an: Die PCO-Stützpunkt Heiligenhafen: freundlicher Service und das idyllische Revier der "Dänischen Südsee" in der Nähe Firma pachtet das neue Schiff vom Eigner über eine feste Laufzeit und übernimmt alle laufenden Kosten, inklusive der Reparaturen. Der Eigner kann sein Boot bis zu vier Wochen nutzen und bekommt als Pacht neun Prozent der Anschaffungskosten. Weitere Informationen über: PCO, Tel: 0431/7197970, www.pcostsee.de. Unsere Erfahrungen mit dem Service von PCO und der etwa fünf Jahre alten Bavaria 30: Das Boot war in einem Topp-Zustand, sehr gepflegt und sorgfältig gewartet ­ wir hatten den Eindruck, als wäre das Boot kaum gesegelt worden. Die umfangreiche Ausrüstung bot alles, was man für einen komfortablen Törn erwarten kann.

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Segelanzug Wer nicht gleich den ganz harten Hochseeschlag im Törnkalender stehen hat, sondern vielleicht erst einmal binnen oder in küstennahen Gewässern Segelerfahrung sammeln möchte, ist beispielsweise mit leichtem Ölzeug (hier: "Ladysail" von Pro Rainer für 295 Euro) gut bedient. Der Anzug hat mit einem fleecegefütterten Kragen und Neoprenbündchen praktische Ausstattungsmerkmale. Segelschuhe Ohne Bootsschuhe oder -stiefel sollte kein Törn beginnen: Barfuß segeln ist tabu! Gute Rutschfestigkeit auch auf verschiedenen nassen Decksoberflächen ist ein Argument, wichtig ist aber auch der Schutz der Zehen. Aus dem nahezu unüberschaubaren Angebot stellen wir hier "gut" getestete Paare von Plastimo ("XM-Racing" für 72 Euro) und Jeantex ("Helgoland" für 130 Euro) vor. Rettungswesten DAS Ausrüstungsteil schlechthin. Auch bei Schönwettertörns empfehlen Fachleute eine automatische Rettungsweste mit 275 N Auftrieb anzulegen! Drei gute Modelle aus dem letzten Test stellen wir hier exemplarisch vor: "Seatec X-Pro" von Kadematic/SVB 120 Euro, "Pilot 275N" von Plastimo für 100 Euro und die "Window Security" von Secumar/AWN für 150 Euro.

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Ihre Crew an Land Kompetenz und Beratung auf über 10.000 m2 Hamburg Holstenkamp 58 awn_hamburg@awn.de Tel: 040/89 96 97 300 Fundgrube Hamburg Schnackenburgallee 149a awn_fundgrube@awn.d Tel: 040/54 80 85 710 Bremen Hemelinger Hafendamm 20 awn_bremen@awn.de Tel: 0421/450772 Glücksburg Philosophenweg 1 Tel: 04631/441104 Kiel Flintbeker Str. 2 awn_kiel@awn.de Tel: 0431/974170 Lübeck Schwertfegerstraße 31 awn_luebeck@awn.de Tel: 0451/8790803 Berlin-Spandau Heerstraße 221 awn_spandau@awn.de Tel: 030/3699630 Berlin-Treptow Am Treptower Park 29 awn_treptow@awn.de Tel: 030/6559271 Dormagen Hamburger Straße 1 awn_dormagen@awn.de Tel: 02133/97810 Bochum Herner Straße 259 awn_bochum@awn.de Tel: 0234/8939560 Mannheim Gutenbergstraße 23-25 awn_mannheim@awn.de Tel: 0621/40171260 München Wettersteinstraße 16 awn_taufkirchen@awn.de Tel: 089/8403900-0 Wiener Neustadt Pottendorferstrasse 15-23 awn_wiener_neustadt@awn.de Tel: +43 (0) 720 99 20 00 Riesige Auswahl von A wie Anker bis Z wie Zeisinge Wartungsarbeiten für Rettungsinseln/-westen Durchführung von Takelarbeiten Ständig vorrätiges Warenangebot Segelreparatur und -reinigung Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Ihr Boots- und Yachtausrüster seit 1745 · www.awn.de *Einzulösen ab einem Einkaufswert von 20,­ im AWN-Webshop unter www.awn.de Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Gültig bis 31.12.2010 5 ­ GUTSCHEIN Ihr Gutschein-Code: eMagSegeln5f2010 Pro Kunde nur einmal einlösbar!

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Segel-Lektüre Träume gehören zum Segeln wie das Salz in die Suppe. Als Appetitanreger eignet sich "Meine Südsee" des Weltumseglers Rollo Gebhard und seiner Frau Angelika (Delius Klasing, 20 Euro). Aber nur mit dem richtigen Handwerkszeug wird aus dem Törntraum der echte Traumtörn! Im "Wassersport-Handbuch" von Jügern Bock (Pietsch-Verlag, 20 Euro) finden sich alle wichtigen Informationen. Lifebelt Wer im Cockpit oder an Deck angepickt ist, kann auf eine Rettungsweste verzichten. Der Lifebelt mit Leine und zwei Karabinerhaken (hier Plastimo 92 Euro) wird zum Beispiel in klappbare Decksaugen oder an andere geeignete Punkte in der Plicht eingehakt. Die verstellbare Lifeline ist etwa 150 Zentimeter lang und erlaubt so den notwendigen Bewegungsradius, um an den Winschen und Schoten arbeiten zu können. Trockenanzug Wenn dem Nachwuchs der CharterSommertörn nicht genügt und die Kinder außerdem auf dem heimischen See mit Opti oder Jolle über das Wasser flitzen, sind Kenterungen unvermeidlich. Gegen frühzeitiges Auskühlen hilft beispielsweise der Trockenanzug "Junior" von Ausrüster AWN. Der an Knien und Gesäß verstärkte Einteiler kostet rund 190 Euro.

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CRUISER 32 CRUISER 34 CRUISER 35 CRUISER 38 CRUISER 40 CRUISER 45 CRUISER 47 CRUISER 51 CRUISER 55 ENDLICH: EIN TRAUMSCHIFF DAS , NICHT NUR IM TRAUM EXISTIERT. CRUISER 32. BAVARIA präsentiert die perfekte Verbindung zwischen Ästhetik und Funktionalität: die CRUISER 32. Designed by Farr Yacht Design und BMW Group DesignworksUSA. Vereinbaren Sie einen individuellen Beratungstermin bei Ihrem Händler vor Ort. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.bavaria-yachtbau.com Allert marin GmbH Zur Uferaue 1 D-14542 Werder (Havel) bei Berlin Tel. + 49 3327 42330 Fax + 49 3327 42332 www.allertmarin.de info@allertmarin.de Baltic Yachting GmbH Pierspeicher Am Hafen 19 D-24376 Kappeln Tel. + 49 4642 9158 0-0 Fax + 49 4642 9158 0-18 www.baltic-yachting.de baltic.yachting@t-online.de Yachten Meltl GmbH Chiemseestraße 65 D-83233 Bernau am Chiemsee Tel. + 49 8051 96553-0 Fax + 49 8051 96553-10 www.yachten-meltl.de mail@yachten-meltl.de ZUM VIDEO

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Kinder-Sicherung Rettungswesten sind für Kinder an Bord oder im Hafen unerlässlich. Deshalb haben wir uns sechs bequeme Automatikmodelle zwischen 80 Euro und 330 Euro näher angesehen und im Freibad auf Komfort und Funktionalität getestet. Text: Gerald Sinschek Fotos: Sven Schwalm anche Segler hadern mit der Verantwortung für sich selbst und lassen die Weste viel zu oft im Schapp liegen. Bei Kindern hingegen ist das Tragen von Rettungswesten zum Glück eine Selbstverständlichkeit. Wer wollte sich auch der Verantwortung stellen, wenn ein Kind auf dem Törn oder im Hafen verunglückt, weil der Kragen nicht angelegt war. Automatikrettungswesten für Kinder sind in den meisten Fällen Miniaturausgaben von Erwachsenen-Westen: Sie verfügen über einen Automaten mit CO2-Patrone und mechanischer Auslösung sowie einer Automatik mit Zellstofftablette und einen integrierten Lifebelt mit massivem D-Ring. Ventil, Pfeife, Bergeschlaufe, Reflexstreifen am Schwimmkörper sowie ein Schrittgurt gehören auch an jede Weste. Für den Test haben wir uns insgesamt sechs Westen von Secumar, Kadematic, Plastimo und SOSTechnik besorgt und gemeinsam mit dem zehnjährigen Rettungsschwimmer Adrian Reichelt im Holthusenbad in Hamburg ausprobiert. Interessiert hat uns, neben dem reinen Funktionstest der Auslöseautomatik und der Drehtendenz in die ohnmachtsichere Rückenlage, auch die Ausstattung und der Tragekomfort. Denn insbesondere Kinderwesten müssen bequem zu tragen und dabei auch besonders leicht sein, damit die Trageakzeptanz möglichst hoch ist und nicht jedes Mal ein großes Gezeter einsetzt, wenn die Weste angelegt werden soll. Die Preisspanne der Testwesten ist gewaltig, was sich in der Ausstattung nur bedingt widerspiegelt. Zwischen 80 und 330 Euro muss man für die Sicherheit des Nachwuchses auf den Tisch legen, wobei schon die günstigste Weste im Test beinahe alle Anforderungen erfüllt. Der Testsieger Knapp 80 Euro kostet die Automatikweste von SOSTechnik, die bei dem Yachtausrüster Gründl unter dem Namen "Nautic-Junior" verkauft wird . Vom fest integrierten Schrittgurt über einen Lifebelt mit D-Ring zum Die Automatikweste "Tetra Junior" von Secumar ist wie ihr Pendant für Erwachsene mit flügelförmigen Schwimmkörpern vor der Brust und sogar einer Spritzschutzhaube ausgestattet

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Bei der "Survival Junior" von Secumar sorgt ein luftdurchlässiger Netzstoff am Rücken für Tragekomfort Befestigen einer Lifeline mit der man sich an Bord anpickt, ist alles vorhanden. Lediglich die am Ventil befestigte Bergeschlaufe könnte vergrößert und gekennzeichnet werden. Der Durchmesser der Schlaufe ist nämlich knapp bemessen, zudem ist das Gurtmaterial sehr weich und lehnig. Große, mit dem Wort "Lift" beschriftete Schlaufen aus härterem Gurtmaterial sind erfahrungsgemäß einfacher zu greifen. Mit rund 800 Gramm Gewicht liegt die Weste im Mittelfeld. Wie alle anderen Testkandidaten auch gehört sie zur Auftriebsklasse 150N. Ähnlich gut hat sich die etwa zehn Euro teurere "Arkona Midi" von Secumar geschlagen. Als AusstattungsPlus kann sie zudem einen Fleecekragen, eine steife, beschriftete Bergeschlaufe sowie das geringe Gewicht von nur 640 Gramm in die Waagschale werfen. Der wichtige Schrittgurt fehlt jedoch (wie auch bei der 15 Junior AL von Kadematic) und muss unbedingt nachgerüstet werden! Weniger glücklich waren wir mit der Ausstattung der "Pilot Junior"/Plastimo. Sie kann bei einem Preis von 122 Euro mit der Weste von Kadematic verglichen werden, hat aber deutlich weniger zu bieten. So vermissen wir einen Lifebelt, einen Sicherheitsverschluss, einen D-Ring und auch eine stabile, gut zu greifende Bergeschlaufe. Das alles sind im Übrigen Attribute, die man bei der von s ausgezeichneten "Pilot"-Weste von Plastimo für Erwachsene findet ­ zu einem niedrigeren Preis. Bis zu einem Alter von vier oder fünf Jahren sollten Kinder Feststoffwesten tragen. Zu leicht können Automatikwesten ungewollt ausgelöst werden, wenn die Kleinen am Auslösemechanismus herummanipulieren. Feststoffwesten gibt es in verschiedenen Größen, schon für einjährige Babys sind bei vielen Herstellern passende Modelle zu finden. Aber auch für acht- bis zehnjährige Kinder sind die Rettungsmittel erhältlich. Da sie dann aber eine entsprechende Größe und viel Volumen mit sich bringen, verringert sich der Tragekomfort deutlich. Feststoffwesten sollten auf jeden Fall mit einem großen Nackenteil, Schrittgurt, einer großen Griffschlaufe, Reflexstreifen und Signalpfeife ausgestattet sein. Feststoffwesten per soll sich laut Hersteller von selbst wieder abdichten, wenn beim Spielen auf dem Steg ein spitzer Gegenstand die Hülle durchbohrt. Zudem hat Secumar ein Folienfenster über dem Automaten eingebaut, das die Kontrolle der drei Checkpunkte erleichtern soll. Dieses Fenster ist aber derart klein geraten, dass nur mit viel gutem Willen maximal zwei der drei Punkte überprüft werden können, ohne die Hülle zu öffnen. Die Idee ist löblich, die Ausführung könnte besser sein. Das gleiche Bild zeigt sich bei der "Tetra Junior", ebenfalls von Secumar. Auch hier ist das Kontrollfenster zu klein geraten und nebenbei auch überflüssig: Der Automat befindet sich nämlich nicht ­ wie bei allen anderen Westen ­ direkt in der Haupthülle auf dem Schwimmkörper. Hier ist der Auslösemechanismus in einer von außen bequem mit einem Reißverschluss zu öffnenden Luxusmodelle Neben den ­ für den Alltag an Bord völlig ausreichenden ­ Brot- und Butterwesten in der Preisklasse von 80 bis 130 Euro hat Secumar zwei Automatikwesten entwickelt, die sich preislich deutlich von den anderen abheben. Die "Survival Junior" für 230 Euro ist mit allen erforderlichen und praktischen Ausrüstungsdetails ausgestattet, das Nackenfleece ist sogar abnehmar und kann gewaschen werden. Der doppelwandige Schwimmkör- Bei Plastimo fehlt ein vollwertiger Lifebelt mit einem D-Ring für die Bergung des Verunfallten sowie ein Sicherheitsverschluss

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Hilfe von der DLRG Die Weste "Survival Junior" von Secumar verfügt über ein (zu kleines) Kontrollfenster für den Automaten, aber einen sehr guten Schnellverschluss. Tasche untergebracht. So besteht keine Gefahr, den sorgfältig gefalteten Schwimmkörper bei der Kontrolle von Flasche und Tablette durcheinander zu bringen. Als Highlight findet sich in dieser Weste eine Spritzschutzhaube (Spraycap), wie sie normalerweise nur für Erwachsenen-Westen erhältlich ist. Das mag unter anderem den sehr hohen Preis rechtfertigen. Fazit: Gute, funktionelle Automatikwesten für Kinder sind schon für 80 bis 100 Euro zu haben. Mehr muss man nicht ausgeben, um seine Kleinen wohlgeschützt zu wissen. Ein paar Worte zu dem Drehtest im Wasser: Manche Hersteller behaupten immer noch pauschal, ihre Weste würde in jedem Fall die Drehung in die ohnmachtssichere Rückenlage gewährleisten. Leider haben wir uns in jedem bisher durchgeführten Test vom Gegenteil überzeugen müssen. Zu unterschiedlich sind die Faktoren (wie Für die Sicherheit war Thomas Schüler vom Landesverband der Deutschen Lebens-RettungsGesellschaft (DLRG) Berlin/ Schöneberg verantwortlich. Der Juniortester und DLRG-Rettungsschwimmer Adrian Reichelt hat für diese besondere Aufgabe netterweise einen Tag schulfrei erhalten. z.B. Körpergewicht, Kleidung, Wellenbild), die eine Drehtendenz entweder beschleunigen oder verzögern können. Deshalb können wir auch die Rettungsweste "Tetra Junior" von Secumar nicht pauschal abstrafen, obwohl sie unseren Testkandidaten Adrian nicht vollständig in Rückenlage gedreht hat. Aus dem gleichen Grund haben wir die "Arkona Midi", ebenfalls von Secumar, trotzdem mit einem s-Tipp ausgezeichnet, auch wenn sie in unserem speziellen Fall nicht komplett gedreht hat. Noch ein Tipp vom Rettungsmittelexperten Otto Stoehr: "Kinder sollten Automatikwesten unbedingt einmal ausprobieren, damit sie sich im Fall der Fälle nicht zu sehr erschrecken, wenn sich um ihre Ohren herum plötzlich ein riesiger Plastikwulst aufbläht. Außerdem sollten die Automaten täglich kontrolliert werden, da sich beim Spiel durch mechanische Einflüsse auch die Flasche mal lockern kann."

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Modell Hersteller/ Vertrieb Preis geeignet für Gewicht/ Alter/ Gewicht/ Gramm Ausstattung/ Auftriebsklasse: Tetra Junior Secumar, Bernhardt Apparatebau, Tel. 04103/12 50, www.secumar. com, Fachhandel 279 Euro bis 50 kg Survival Junior Secumar, Bernhardt Apparatebau, Tel. 04103/12 50, www.secumar. com, Fachhandel 230 Euro bis 50 kg Pilot Junior Plastimo, Tel. 0033-297/87 36 11, www.plastimo.com, Fachhandel 118 Euro bis 40 kg Nautic Junior SOSTechnik, Tel. 04321/88 39 23, www.sostechnic.com/ Gründl, Tel. 040/555 05 40, www.gruendl.de 80 Euro bis 45 kg/bis 150 cm Größe 800 Lifebelt, D-Ring, Schrittgurt, 150 N 15 Junior AL Kadematic, Tel. 04103/121 18 80, www.kadematic.de, Fachhandel 130 Euro bis 45 kg/ab 5 Jahre/bis 150 cm Größe 620 Lifebelt, D-Ring, 150 N Arkona Midi Secumar, Bernhardt Apparatebau, Tel. 04103/12 50, www.secumar. com, Fachhandel 96 Euro 20 bis 45 kg 1140 Nackenfleece, Lifebelt, D-Ring, Schrittgurt, Kontrollfenster für Automat, separate Automaten­ tasche, Spraycap, 150 N Seenotleuchte 1060 Nackenfleece, Lifebelt, D-Ring, Schrittgurt, Kontrollfenster für Automat, 150 N 600 Schrittgurt 640 Nackenfleece, Lifebelt, D-Ring, 150 N Zubehör Tests Aufblaszeit Drehung Ventil erreichbar Tragekomfort Kommentar Seenotleuchte Schrittgurt und Seenotleuchte nachrüstbar 8 Sek. 14 Sek. ja bequem Ein Schrittgurt fehlt, ansonsten ist die leichte "Junior AL" tadellos ausgestattet ­ aber auch recht hochpreisig. Dafür gibt es einen Punkt Abzug Schrittgurt und Seenotleuchte nachrüstbar 5 Sek. nicht komplett gedreht ja bequem Auch hier fehlt ein Schrittgurt, dafür findet sich ein angenehmes Nackenfleece an der leichten Weste 8 Sek. nicht komplett gedreht ja bequem Die Weste verfügt über alle erforderlichen Ausstattungsdetails und ist topverarbeitet, sogar eine Spraycap ist integriert. Allerdings ist das Modell schwer und sehr teuer. Deshalb gibt es zwei Punkte Abzug 6 Sek. 14 Sek. ja bequem Mehr als ein Kilogramm bringt die Weste auf die Waage ­ für ein Kind bedeutet das viel Gewicht. Ausstattung und Verarbeitung sind top, Preis und Gewicht aber hoch. Dafür gibt es zwei Punkte Abzug 6 Sek. 15 Sek. ja bequem Der Weste fehlt einiges an Standardausstattung, insbesondere einen integrierten Lifebelt mit D-Ring vermissen wir. Keine Wartungsplakette. Mehr als ein "ausreichend" verdient die Weste nicht 6 Sek. 8 Sek. ja bequem Alles drin, alles dran. Die Bergeschlaufe könnte besser sein. Volle Punktzahl für den günstigen Testsieger Bewertung sehr gut befriedigend ausreichend mangelhaft

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er-Boote Einsteig h t schnell der Wunsc bestanden, komm licher Kat, Ist der Segelschein Boot. Egal, ob sport er Kleinkreuzer, em nach einem eigen in familienfreundlich re ersten Boot einfache Jolle ode ne Vorstellung vom e jeder hat seine eig

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Einsteiger-Boote Dusche! Und wieder! Das Wasser wäscht über Deck, die Crew jauchzt, der Geschwindigkeitsmesser springt über die 20 Knoten-Marke, fast 40 km/h! Am Bug spritzen die Wellen zur Seite weg, der Tag ist perfekt. Die J/80 ist ein Boot zum Spaß haben, acht Meter lang, sicher dank viel Ballast im Kiel und die Bedienung von Einsteigern schnell zu erlernen. Und dieser kleine Einrümpfer ist wirklich schnell sowohl bei wenig als auch viel Wind. Gesegelt wird vor dem Wind mit einem Gennaker, viel Tuch, das sich einfach handhaben lässt und keine allzu große Mannschaft erfordert. Unter Deck gibt es vier Kojen, für gelegentliches Übernachten reicht der Komfort. Ein kleiner Außenborder sorgt für Vortrieb, wenn Rasmus mal aufhört zu blasen. Die Werft baut außerdem die J/24, eines der weltweit am weitesten verbreiteten Kielboote. Technische Daten: Länge: 8,00 m, Breite: 2,49 m, Tiefgang: 1,50 m, Gewicht: 1.450 kg, Händler: www.mittelmanns-werft.de J/80

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A BRAND OF THE HANSEGROUP Die Hanse 320 ist zwar unsere kleinste, aber sie hat alles an Bord, was eine richtige Hochseeyacht auszeichnet! Ein Schiff, das Träume erfüllt. Segeln Sie entspannt mit ihrer Familie, im großen Cockpit ist Platz genug. Dank der Selbstwendefock gelingen alle Manöver auf Anhieb, und im Hafen können Sie es sich gemütlich machen. Unter Deck finden Sie vier Kojen in zwei abgeschlossenen Kabinen, einen großen Salon, eine Pantry, eine Nasszelle mit Dusche und jede Menge Stauraum. Dank des sportlichen Riggs und eines tiefgehenden T-Kiels hat die Hanse 320 viel Stabilität, ein Stück Extra-Sicherheit. Und Extra-Speed! Die Konstruktion von Judel/Vrolijk & Co zeichnet sich durch hervorragende Segeleigenschaften aus! Die Hanse 320 ist eine Yacht zum Einsteigerpreis ­ mit großem Werterhalt. Haben Sie noch Fragen? Wir sind für Sie da. Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG Greifswald | Tel. +49 (3834) 7755-70 | sales@hanseyachts.de West Yachting GmbH & Co KG Meschede-Freienohl | Tel. +49 (2903) 440240 | info@westyachting.de Diepold Yachting Rimsting | Tel. +49 (8054) 1288 | info@hanse-yachten.com IT`S GREAT TO BE SMALL HANSE 320 - DAS EINSTEIGERMODELL PLAY www.hanseyachts.com A BRAND OF THE HANSEGROUP Die Hanse 320 ist zwar unsere kleinste, aber sie hat alles an Bord, was eine richtige Hochseeyacht auszeichnet! Ein Schiff, das Träume erfüllt. Segeln Sie entspannt mit ihrer Familie, im großen Cockpit ist Platz genug. Dank der Selbstwendefock gelingen alle Manöver auf Anhieb, und im Hafen können Sie es sich gemütlich machen. Unter Deck finden Sie vier Kojen in zwei abgeschlossenen Kabinen, einen großen Salon, eine Pantry, eine Nasszelle mit Dusche und jede Menge Stauraum. Dank des sportlichen Riggs und eines tiefgehenden T-Kiels hat die Hanse 320 viel Stabilität, ein Stück Extra-Sicherheit. Und Extra-Speed! Die Konstruktion von Judel/Vrolijk & Co zeichnet sich durch hervorragende Segeleigenschaften aus! Die Hanse 320 ist eine Yacht zum Einsteigerpreis ­ mit großem Werterhalt. Haben Sie noch Fragen? Wir sind für Sie da. Hanse (Deutschland) Vertriebs GmbH & Co. KG Greifswald | Tel. +49 (3834) 7755-70 | sales@hanseyachts.de West Yachting GmbH & Co KG Meschede-Freienohl | Tel. +49 (2903) 440240 | info@westyachting.de Diepold Yachting Rimsting | Tel. +49 (8054) 1288 | info@hanse-yachten.com IT`S GREAT TO BE SMALL HANSE 320 - DAS EINSTEIGERMODELL www.hanseyachts.com

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Einsteiger-Boote Die Varianta-Welt Man nehme Teig für Schokokuchen, Erdbeertorte und Zitronenpuffer. Garniert das Ganze mit bunten Streuseln und frischen Früchten. Was dabei herauskommt? Keine Ahnung, aber die einzelnen Zutaten sind alle lecker... Ungefähr so funktioniert das Varianta-Prinzip. Ein Boot zum Wasserwandern, eines zum Regattieren, eines für junge Leute mit wenig Geld, eines für die Ausbildung in der Segelschule, ein bisschen Facebook und Twitter-Geschmack zugegeben und am Ende kommt eine moderne Varianta VA18 heraus - und hier können wir zumindest sagen, dass das Ganze irgendwie schmackhaft ist und praktisch obendrein. Die Varianta stammt von Deutschlands zweitgrößter Werftengruppe Hanse Yachts, beziehungsweise von deren Tochter Dehler. Probieren kann man auch, und zwar an jedem Varianta-Sailpoint... Technische Daten: Länge: 5,75 m, Breite: 2,40 m, Tiefgang: bis zu 1,15 m, Gewicht: 710 kg, Preis: ab 9.987,36 , alle Händler auf: www.varianta.info Mehr Fotos

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Ob Segel-Einsteiger oder bereits Fortgeschrittener wir haben das individuelle Versicherungspaket für Optis, Jollen, kleine Sportboote und große Yachten. Pro tieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung. · · · · · Yacht-Kasko-Versicherung Yacht-Haftpflicht-Versicherung Yacht-Insassenunfall-Versicherung Yacht-Rechtsschutz-Versicherung Charter-Versicherung Pantaenius ­ da kann kommen, was will! Deutschland · Großbritannien · Monaco · Dänemark · Österreich · Spanien · Schweden · USA Hamburg · Tel. +49-40-37 09 10 · München · Tel. +49-89-99 84 34 20 www.pantaenius.de GER08150 www.hqhh.de

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Schnelles Einsteigerboot ­ mit viel Spaßpotential

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Powerboot Der schwedische Designer Pelle Petterson landete schon manch großen Wurf. Mit der c55 gelang ihm ein Kielboot, dass dem Segelschüler genau wie dem Crack Spaß pur bietet. Ein Test von Thorsten Höge (Text) und Sönke Lorenzen (Fotos) elles P etzt werden meine Füße doch noch nass, und dass im kalten Oktober-Wetter auf der Flensburger Förde. Aber wir wollen dieses offene Kielboot unbedingt noch mal zu Dritt segeln und daher muss Knut Biehl, Inhaber der deutschen Werft-Vertretung, aus dem Fotografen-Boot übersteigen. Als sich die Rümpfe der beiden Boote näher kommen, schwappt Wasser über. Sonst segelt die c55 wunderbar trocken und nimmt nicht einen Spritzer über.

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Zugegeben: Wir haben es anders erwartet: Das Vorschiff des Flitzers ist komplett offen, zumindest etwas Wasser müsste dort doch überkommen, oder? Doch während des Testsegelns passierte trotz kleiner, kurzer Welle nichts. Das bis vorne reichende Cockpit hat riesige Vorteile: Spihalsen oder Anlegemanöver werden einfach, weil der Vorschoter im geschützten Schiffsinneren einen sicheren Stand hat. Die Fock fällt nach dem Niederholen in das offene Vorschiff und liegt dort trocken. Und natürlich bedeutet dieses Design auch viel Stauraum. Kleine Kinder sitzen hier sicher und bei Manövern aus dem Gefahrenfeld verbannt. Wie angenehm diese Cockpitform ist, merken wir, als wir den Spi hochziehen. Er liegt in einer Stautasche, die innen am Freibord mit TenaxKnöpfen befestigt ist. Mit Zug am Fall gleitet das Tuch leicht heraus. Ohne das offene Vorschiff müsste er hinter dem Mast hervorgezogen werden und könnte sich verheddern. Kaum steht die kleine Blase, kom- men wir in den Surf. Wie auf Schienen läuft das Boot jetzt, dennoch ­ Konzentration ist erforderlich. Das Ruder reagiert äußert sensibel auf jede Bewegung. Unachtsam glitt mir die Pinnenverlängerung auf einem Amwind-Kurs aus der Hand, mit der Folge eines sofortigen Anluvens. Das vom Jollensegeln bekannte rhythmische Wippen mit dem Oberkörper, um schneller in den Surf zu kommen, bringt auf der c55 relativ wenig. Effektiver ist da schon das Pumpen mit den Segeln. Mit dem flachen Unterwasserschiff, ähnlich dem eines Whitbread-Racers, kommt die c55 aber auch ohne viel Hilfe rasch ins Gleiten. In der Glitsch kommt dann echte Freude auf, wir messen acht Knoten mit dem GPS-Gerät. Bis zu 13 will Knut Biehl bereits gelaufen sein. Bei mehr Wind sollte das problemlos vorstellbar sein. Wir testeten bei zwei bis drei Beaufort. Gut gefällt uns beim Spinnakern die EndlosFührung der Spischot und die einfache Bedienung der Barbarholer. Mit der c55 ist Konstrukteur Pelle Die c55 reagiert feinfühlig auf jede Ruderbewegung und erfordert viel Konzentration Petterson ein echtes Kunststück gelungen: Das kleine Kielboot eignet sich sowohl für Segelanfänger als auch für Regatta-Cracks. Im Herkunftsland Schweden sind bereits weit über 100 Exemplare im Schuleinsatz, eine Einheitsklasse hat sich gebildet und Matchraces werden ausgetragen. Grund für diesen weiten Einsatzbereich sind die ausgefeilten Trimmmöglichkeiten und das schnelle Unterwasserschiff. Die c55 kann sehr aufwändig getrimmt werden, muss aber nicht. Einzig das Fehlen des Travellers stört. So lässt sich der Twist des Großsegels nur mit dem Baumniederholer einstellen ­ aber dieser ist leider vom Steuermann aus schwer erreichbar. Das optional erhältliche Vorsegel-Cunningham (lediglich 20 Euro Aufpreis) lohnt außerdem auf jeden Fall. Die c55 kommt bei den herrschenden schwachen Windverhältnissen

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Mehr Fotos Riesiger, wasserdichter Stauraum: Das aufgerollte Segel passt hinein. Der Kiel lässt sich von einem Kind hochkurbeln. Das Ruder schwingt nach einem kurzen Ruck an der Pinne hoch. Drückt man die Pinne nieder, senkt sich das Blatt. Spritz persenning als Sonderzubehör: Regenschutz, egal ob im Hafen oder unterwegs Technische Daten Design: ....................Pelle Petterson Lüa: ................................................. 5,51 m Büa: ...............................................2,05 m Tiefgang: ................................0,4-1,1 m Gewicht: .................................... 450 kg Ballast: ......................................... 180 kg Rigg: ............................................... 7/8tel Groß: ........................................... 10,8 m² Fock: ..............................................6,5 m² Spinnaker: ....................................21 m² Preis: ........................ ab 13.880 Euro Die c55 ist ein großer Coup ­ zum einen, weil in diesem Segment auf jeden Fall eine Marktlücke existiert, zum anderen, weil die schwedische Cremo-Werft mit dem Boot eine breite Zielgruppe glücklich machen wird. Die Bauqualität ist hervorrragend, die Herstellung wird von den Prüfern der Norske Veritas überwacht. Die c55 eignet sich dabei für das Wandersegeln mit der ganzen Familie. Der Cockpitboden ist nahezu frei von Beschlägen, so können vier Personen auf dem Boden erholsam schlafen. Der fehlende Traveller kommt hier natürlich der Wohn-Bequemlichkeit entgegen. Persenninge sind optional erhältlich, ebenso ein passender Trailer, der die Kielbombe aufnimmt. Der Preis für die c55 ist fair und Einsteiger-gerecht. Vertrieb: Biehlmarin, Knut Biehl, Wrangelstr. 10, 24937 Flensburg, Tel. 0175/540 36 63, www.biehlmarin.com sogar mit drei Personen an Bord gut voran. Hart am Wind messen wir noch 5,5 Knoten ­ bei einem Wendewinkel von etwas unter 90 Grad. Positiv auch die sechs bequemen Ausreitschlaufen für drei Fußpaare. Auf dem Schandeck sitzt die Crew beim Segeln sehr bequem. Ist das Ausreiten nicht nötig, setzt man sich einfach noch eine "Etage" tiefer auf den Cockpitboden und lehnt sich an das hohe Freibord. Bei diesem "Kaffee-Segeln" werden die Füße auch garantiert nicht nass.

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Keine Angst vorm Kentern! Wenn eine Windbö einfällt und das Segel nicht rasch genug aufgefiert wird, findet sich die Crew flott im Bach wieder. Wichtig: Immer beim Boot bleiben, denn es vertreibt schneller als man schwimmen kann! Und: Gerade bei viel Wind das Boot langsam aufrichten, sodass sich der Bug in den Wind drehen kann 1 Groß- und Fockschot auffieren. Schwert komplett herausziehen und mit Aufholer fixieren. 2 Vorsichtig auf das Schwert steigen. 3 Obere Kante anfassen, mit etwas Schwung nach hinten ziehen. Ggf. weiter aufs Schwertende gehen, um den Druck zu erhöhen,.. 4 ...bis sich das Boot aufrichtet. Weiter ziehen. 5 Erst im letzten Moment der Kippbewegung über den Rumpf ins Cockpit steigen. Boot in den Wind stellen, in Ruhe klarieren und lenzen.

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Für Einsteiger. Von Profis. Wehring & Wolfes GmbH Assekuranzmakler für Yachtversicherungen Johannes-Brahms-Platz 1 D-20355 Hamburg Telefon +49(0)40-87 97 96 95 Telefax +49(0)40-87 97 96 91 www.wehring-wolfes.de info@wehring-wolfes.de

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Das Boot liegt hren seit zwölf Ja ckenen. auf dem Tro KutterDas jüngste kind ist halb so alt

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nouk Klauberg ist Deutschlands wahrscheinlich jüngste Bootsbauerin: Sie ist sechs Jahre alt. Vormittags besucht sie die erste Klasse der Rudolf-Steiner-Schule in HamburgAltona, nachmittags sind Schleifpapier, Holzhammer und Pinsel ihr Werkzeug. Auch ihr Vater Klas hat seinen Schlips abgelegt und gegen den Blaumann getauscht. Heute ist auch der Segellehrer und Personaltrainer ein Werftarbeiter. Um ihn herum wuseln Kinder, spielen Katz und Maus zwischen aufgebockten Booten. "Bitte nicht siezen", er verzieht das Gesicht. Egal ob alt oder jung, bei den "Kutterkindern" sind alle per Du. Etwas versteckt auf dem Hinterhof eines Taxiunternehmens in Hamburg Bahrenfeld habe ich nach kurzem Suchen die alte Halle gefunden, in der sie sich jeden Freitag Nachmittag treffen. Noch ist es ruhig, kein Sägen, kein Schleifen, nur wenige Kinderstimmen sind zu hören. Zwei blonde Jungs toben durch die Halle, hangeln an orangefarbenen Kugelfendern. Dahinter steht aufgebockt der Grund für mein Kommen: ein alter Jugendwanderkutter. Seit Oktober steht er hier in der Halle. In einem Schulprojekt restaurieren Kinder, Eltern und Großeltern zusammen das Boot mit dem Ziel, es wieder seetauglich zu machen und vielleicht schon in diesem Sommer erste Touren zusammen zu unternehmen. Im Sommer 2009 gründete Klas Klauberg zusammen mit Kai Ulrich die Projektgruppe. Seit September arbeiten sie an dem 40 Jahre alten Jugendwanderkutter. Zwölf Jahre lang war das Boot nicht mehr im Wasser, bald soll es zurück auf die Elbe. "Wenn wir so weiterarbeiten wie bisher, ist das sogar durchaus bis zum Sommer möglich. Es ist unglaublich mit welcher Begeisterung die Kinder dabei sind," erklärt Kai. Die alte Hanse nach Kogge soll n auf zwölf Jahre nen dem Trocke t ein Refi erhalten... ... die Kutterkinder sind mit viel Disziplin dabe i. Ein bisschen Sp aß muss aber auch sein

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Wie jeden Freitag gegen 15.00 Uhr füllt sich die Werft. Zehn Kinder, drei Väter und ein Großvater versammeln sich in der Mitte. Alle fassen sich an den Händen, Klas erklärt noch einmal die Regeln, alle sprechen den gemeinsamen Werftspruch: "Gottes sind Wogen und Wind ­ aber Segel und Steuer, dass ihr den Hafen gewinnt, sind euer." Die Kinder der Initiatoren besuchen die Rudolf-Steiner Schule in Altona. Hier fiel die Idee der Väter auf fruchtbaren Boden. "Kinder, die heute die Fischersallee zur Elbe hinab laufen, wissen oft nicht, dass Altona 1535 als Fischerdorf gegründet wurde und viele berühmte Bootsbauer und Segler aus Altona kamen" erzählt Kai. "Wir wollten den Kindern vermitteln, wo sie eigentlich aufwachsen." Schnell gründet sich eine Elterninitiative, später ein Verein. Mit den ersten Spenden kaufte Kutterkinder e.V. den zwölf Meter langen Kahn vom Projektleiter rg Klas Klaube or, die macht es v ue n Kleinen ba dann nach Bremer Wassersportverein Hanse Kogge. Eine Förderung im Zuge der Aktion "Anstiften! 50 Impulse für Hamburg" der Körberstiftung ermöglichte es, die Halle in Bahrenfeld anzumieten. Inzwischen hat sich das Projekt einen Namen gemacht, längst kommen nicht mehr nur Kinder der Rudolf-Steiner Schule. Jeder, der Lust hat, kann mitmachen. Die jüngste Bootsbauerin heute ist Anouk. An Älteren fehlt es aber im Moment. "Mit 15 findet man es wohl nicht cool, an einem Boot zu basteln" erklärt Kai Ulrich. "Dabei wären gerade die es, die im Sommer als erste auf das Wasser könnten. " Die Kutterkinder finden ihr Projekt ausgesprochen "cool" und machen sich mit Begeisterung an die Arbeit. Auf der Galerie liegen schon fast fertige Riemen und warten auf den letzten Schliff. Keno und Romy ölen den Lederumschlag. "Ihr müsst ordentlich viel Öl auftragen. Das muss sich richtig vollsaugen, damit das Wasser nicht in das Leder kann." Klas scheint stets die gesamte Halle im Blick zu haben, hilft hier, erklärt dort. Er hat in der Vergangenheit schon andere Schiffe wieder hergerichtet. So entwickelte sich der Gedanke weiter, den Kindern und Jugendlichen das Schippern auf der Elbe aus erster Hand erlebbar zu machen. Nicht nur das Segeln sollen sie lernen, sondern alles, was es rund um Bootsbau und Pflege eines Vollholzschiffes auf der Elbe zu wissen und zu lernen gibt. Bevor es also aufs Wasser geht, muss erst einmal der Jugendwanderkutter wieder flott gemacht werden In Zweier- und Dreiergruppen arbeiten die Kinder jeweils einen Riemen von ersten bis zum letzten Schritt auf. So sollen sie lernen, sich für "ihren" Riemen verantwortlich zu fühlen. "Wenn die den Riemen abgeschliffen und wieder lackiert, mit Leder bespannt und genietet haben, da wirst du keinen sehen, der sich nachher damit von der Spundwand abdrückt."

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Ein generationenübergreifendes Projekt. Gro ßvater Klauberg hilft, wo er kann Und sie werden auch darauf achten, dass die anderen damit sorgsam umgehen. Durch die Reparatur, den Wiederaufbau und die Pflege eines Vollholzschiffes mit eigenen Händen lässt sich kleinen "Landratten" am besten erfahrbar machen, das sich der Zugang zur Elbe verdient werden muss. Dass wirklich alle mit anpacken müssen, merke auch ich schnell. Anouk weist mich zurecht: "Du kannst aber nicht nur rumstehen und Fotos machen!" Und weil sie Recht hat, lasse ich mir von ihr und ihren Freundinnen erklären, wie man den Riemen schleifen muss. Anouk drückt mir 180er Schmirgelpapier und einen Holzklotz in die Hand. "Damit geht das einfacher. Und immer mit dem Muster!" Zusammen entfernen wir die Lackreste vom Riemen bis er glatt und unsere Hände rau sind. Papa Klas ist zufrieden und so bekomme auch ich am Abend einen Stempel in mein Kutterkinder-Arbeitsheft. Die schweren Maschinen wie die selbstgebaute Dampfmaschine zum Biegen der Spanten, elektrische Sägen, Schleif- oder Bohrmaschinen bedienen "die Großen", Teenager und Eltern. Da heute genug Große gekommen sind, wird es bald laut in der Halle. Mit der elektrischen Schleifmaschine wird einer der Masten bearbeitet. Der Kutter, ein offenes Segelboot mit zwei Luggersegeln und zehn Riemen, entstand aus den Marinekuttern der Kaiserlichen Marine und wurde damals als Schul- und Rettungsboot eingesetzt. Viele Segelvereine haben diese Bootsklasse später für die Jugendarbeit eingesetzt und Regatten oder Wanderfahrten veranstaltet. Auf dem geräumigen Schiffsdeck lässt es sich für 6 bis 8 Jugendliche unter gespannten Persennings gut schlafen und so über mehrere Tage kostengünstig Flüsse, Seen und Nebenarme von Binnengewässern "erwandern". Dafür muss jedoch zunächst der Kahn wieder fit und ein Sportbootführerschein gemacht werden. Die ersten Eltern sind bereits in Klas' Segel Akademie angemeldet. Sie sollen die Kinder und Jugendlichen auf ihren ersten Fahrten begleiten, bis diese selbst einen Schein machen können. "Kutterkinder" ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt. Nach dem gemeinsamen Aufräumen bilden Kinder, Eltern und Großeltern wieder einen Kreis und fassen sich bei den Händen. Auch ich werde dazu gerufen. Schließlich habe ich mitgearbeitet. Er müsse vorab auch mal ein bisschen schimpfen, erklärt Klas. Es gäbe schließlich Regeln die alle kennen. Jeder bekommt eine Aufgabe, die für den ganzen Tag gilt. Wer nicht mehr kann, macht langsamer, Arbeitstausch unter Kindern gibt es nicht. Und doch haben heute einige ihre Arbeit irgendwann liegen lassen, um sich etwas Interessanteres zu suchen. Manchmal müsse man aber auch Dinge tun, die nicht so viel Spaß machen. Die Angesprochenen gucken betreten. Inzwischen trudeln Eltern und Geschwister ein, um die kleinen Werftarbeiter abzuholen. Bevor alle auseinander laufen ,sagen wir noch einmal gemeinsam den Spruch: "Gottes sind Wogen und Wind ­ aber Segel und Steuer, dass ihr den Hafen gewinnt, sind euer." ...stolz wie Oskar: Alle Helfer bekommen ein Arbeitsheft, so au ch Neu-Kutterkind Britta

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Künstler-Duo Gemütlich und sicher segeln, das ist das Konzept der Sailart-Kleinkreuzer. Die Idee geht auf: Für Einsteiger oder junge Familien bieten die Boote viel Spaß. Thorsten Höge (Text) und Sönke Lorenzen (Fotos) testeten die Sailart 20 und die 24 im Vergleich

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as für eine Diskrepanz: Da heißt unser Testboot schon Sail art, zu deutsch "Segelkunst", doch mit Kunst hat das Segeln hier wahrlich nichts zu tun. Schlappe zwei Beaufort "säuseln" vor der Betonkulisse des Ferienortes Damp 2000 über die Ostsee. Wieder was gelernt: Auch schöne Bootsnamen beeindrucken Rasmus nicht! Dennoch, da es ab und zu auf drei Windstärken auffrischt, testen wir trotzdem, immerhin haben wir gleich zwei Boote zur Verfügung ­ die Sailart 20 und die größere 24. Die Yachten des deut- schen Herstellers Frank Störck sollen komfortable Daysailer für die Familiencrew sein, die größere 24er auch für längere Einsätze taugen. Bei den Testbedingungen verhalten sie sich erwartungsgemäß brav. Das eher konventionelle Unterwasserschiff mit Flossenkiel der 24er lässt auch bei mehr Wind keine unangenehmen Überraschungen erwarten. Die 6,30 Meter lange 20er zeigt sich beim Segeln agiler als die Schwester. Sie hat einen sauber profilierten Schwenkkiel mit ausreichend langer Streckung, der mit Taljenzug unter den Rumpf geklappt werden kann. Die Kleinere ist mit 820 Kilo auch deutlich leichter als die 24er Gute Cockpits der 20er und 24er: Hohes Süll, viel Platz zum Sitzen und Bewegungsfreiraum für den Steuermann und entsprechend jollenartiger. Beide Boote segeln ungefähr gleich schnell und sofort schlägt der sportliche Ehrgeiz der RedaktionsKollegen voll durch: immer wieder versuchen wir, einander abzuhängen. Geschwindigkeiten um die 3,5 bis vier Knoten messen wir bei diesem leichten Wind Auf unseren Testbooten hatte die Pinne noch einen zu geringen möglichen Ausschlagwinkel -- das soll behoben werden

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TechnischeDaten Vertrieb: La:...................................................7,4m LWL:...............................................6,45m Ba:...............................................2,50m Tiefgang:...............................0,9-1,3m Gewicht:......................1400/1480kg Ballast:..............................450/530kg Rigg:...............................................7/8tel Gro:...........15/Sportversion17m Selbstwendefock:..................9,4m Spinnaker:...................................35m Motor:.........................Auenborder/ .........................alt.9PSEinbaudiesel Grundpreis:.............ab37.750Euro DieSailartssindsicherkeineYachtenfrRegat- tafreaks.ZielgruppesindEinsteigerundjunge Familien.UnddiesedrfteneineMengeSpa habenmitihremBootegal,obmitder20er, dienochmehraufdasDaysailingausgerich- tetist,oderdererwachseneren24er.Ander Qualittgibtesnichtsauszusetzen,genau- sowenigamPreis.Pluspunktesammeln dieSailartsimDeck-Layout,vorallemder uertrutschfesteTBS-Belagaufden LaufdecksunddasgroeCockpitermg- lichensicheresundbequemesSegeln. DasRiggistnichtaufregendaber einfachzubedienen.Wirtestetendas BootimSommerletztenJahresseit- demhatWerftchefFrankStrcknoch vielesverbessert.Sokonntenwir beispielsweiseneueSegelnicht mehrtesten. SailartFrankStrck, Behrensstr.29,50374Erftstadt- Kttingen,Tel.02235/463252, Fax02235/463253,www.sailart.de MesseDsseldorfGmbH Postfach101006 40001Dsseldorf Germany Tel.+49(0)211/4560-01 Fax+49(0)211/4560-668 www.messe-duesseldorf.de www.boot.de Einsteiger-undProtippszumThemaSegelngibtsaufder bootDsseldorfvom22.30.1.2011. Sehtselbst,wasdiebootDsseldorfeuchbietet: gehtszumVideoimSegelCenter2010. Spektakulres Leidenschaftliches Stilvolle 22.-30.1.2011 360Wassersporterleben. Hier Windsurfen Segeln Superyachten

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Die Sailart 20 bietet mehr Segelvergnügen als die größere Schwester. Die Kleinere reagiert schneller auf das Ruder auf Halbwind- bis AmWind-Kursen. Dabei laufen beide eine passable Höhe zwischen 42 und 45 Grad. Vor dem Wind sind es nur noch knappe drei Knoten. Die Sailarts sind keine Renner, aber gemütlich und sicher zu segeln. Mit besser geschnittener Fock wäre die 24er sicher etwas schneller. Das Standard-Vorsegel aus Polen ist offensichtlich zu flach geraten und weist kein zugkräftiges Profil auf. Frank Störck will dies ändern lassen. Wer es etwas sportlicher mag, kann auf der 24er ein um zwei Qua- dratmeter größeres Großsegel ordern ­ doch mehr als Vereinsregatten dürften auch damit keine rechte Freude machen. Unfair ist bei der redaktions-internen Regatta mit den beiden Kleinkreuzern auch der schwere Einbaudiesel der Sailart 24. Die 20er kommt ganz ohne Motor aus, und auch auf der Größeren würde ein Außenborder genügen. Immerhin lassen sich die Kollegen so bequem von der 24er in den Hafen schleppen. Zurück in Damp gehen wir unter Deck. Hier zeigt Links: Wichtig für ein Boot dieser Größe: Ein schnell und einfach legbarer Mast. Alle Fallen sind gut nach achtern umgelenkt. Mitte: Scharfkantig: Die Lukeneinfassung unter Deck kann für Beulen sorgen. Rechts: Der Ansatzpunkt für den hinteren Relingsgurt ist zu niedrig. Beides soll in der Serie geändert werden. Die Befestigung der Relingsstütze ist gut gelungen

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Die Innenschale steift den Rumpf aus, schließt aber alle Beschläge ein (auf der 20er, oben) ­ auf der 24 gibt es Inspektionsluken sich, was ein Meter mehr Länge ausmacht. Die 24er präsentiert sich im Inneren ausgewachsen. Ein Hauptschott trennt das Vorschiff ab, unter der Koje verbirgt sich ein Chemie-WC (alternativ ist ein Pump-WC möglich). An den Kojengrößen lässt sich nichts bemängeln: Auf beiden Kleinkreuzern ist die Doppelkoje im Vorschiff zwei Meter lang und 1,80 Meter breit im Kopfbereich. Die Salonkojen sind ebenfalls ausreichend dimensioniert. Größere findet man auch auf 30-Füßern nicht. Gelungen sind die Holzarbeiten unter Deck der 24er. Eine Auszieh-Pantry, wie man sie auch von der Sunbeam 24 oder anderen kennt, bietet Raum für einen zweiflammigen Spirituskocher und ein kleines Waschbecken. Unter den Niedergangsstufen ist Platz für eine Kühlbox. Eine Innenschale steift die Konstruktion aus. Doch während auf der 24er Inspektionsluken für die Wartung oder den Austausch von Beschlägen vorgesehen sind, fehlen diese auf der kleineren 20er. Am Ausbau lässt sich nichts bemängeln: Nomen est omen ­ hier trifft der Name "Sailart" wirklich zu. photo: www.christoph-siegert.com Mit einem Klick zum Video! mitreißend. mittendrin. hanseboot. 51. Internationale Bootsausstellung Hamburg 30. Okt. ­ 7. Nov. 2010 Täglich 10 ­ 18 Uhr, Mittwoch 10 ­ 20 Uhr www.hanseboot.de

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Der Palstek Film starten Jeder Segler sollte ein Auge knoten können, das sich auch unter höchster Belastung nicht zuziehen kann und trotzdem leicht zu lösen ist. Der für diese Zwecke am besten geeignete Knoten ist der Palstek. Weil er sehr vielseitig einzusetzen ist, gehört er unter Seglern zu den bekanntesten Knoten. Es gibt zwei Arten ihn zu knüpfen: die schulmäßige Methode, die eine Menge Übung erfordert, und die auf dieser Seite beschriebene sogenannte "amerikanische" Methode, die leichter zu erlernen ist und sich einfacher einprägen lässt. Bei dieser Technik lässt man die laufende Part abwechselnd über, unter und wieder über die feste Part laufen. Hierdurch entsteht eine so hohe Reibung (Bekneifen) zwischen den Parten, dass sie sich gegenseitig festsetzen. Legen Sie ein Auge, indem Sie die laufende Part von unten über die feste Part führen. Bestimmen Sie die Größe des zu erstellenden Auges und führen Sie die laufende Part von unten durch das Auge. Führen Sie die laufende Part nach dem Prinzip "drüber-drunter-drüber" aus dem Auge hinaus. Führen Sie die laufende Part unter der festen Part hindurch. Dies ist der einzig mögliche Weg. Stecken Sie die laufende Part von oben ins Auge, indem Sie die feste Part zweimal überqueren. Lassen Sie die laufende Part parallel zum rechten Ende unten aus dem Auge austreten. Nun braucht der Knoten nur noch mit geringer Kraft festgezogen zu werden. Ziehen Sie die einzelnen Stränge nicht nacheinander dicht. Man kann den Knoten dann nicht wieder lösen.

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Schotstek Film starten Der Schotstek ist der einfachste und gebräuchlichste Knoten, um Leinen unterschiedlicher Stärken miteinander zu verbinden. Ist der Durchmesser der Leinen sehr unterschiedlich, steckt man ihn zur Verstärkung doppelt. Außerdem lässt er sich dann leichter lösen. Mit diesem Knoten wurde früher die Schot im Schothorn befestigt. Einfach. Legen Sie mit der dickeren Leine eine Bucht. Stecken Sie dann... ...die zweite Leine von unten nach oben durch die Bucht. Das Ende wird unter... ...der Bucht herum genommen und zum Beklemmen untergesteckt. Doppelt. Es reicht ein weiterer Törn des Endes um die Bucht und unter dem Ende hindurch. Achtknoten Film starten Der Achtknoten ist besonders wirksam: Er rutscht nicht und ist leicht zu lösen. Er ist ein klassischer Knoten, der meist auf die Enden von Schoten gesetzt wird, um diese am Ausrauschen zu hindern. Der Achtknoten beginnt ebenso wie der Überhandknoten mit einem Auge, sodass die laufende Part über der festen Part liegt. Danach wird beim Achtknoten die laufende unter der festen Part hindurch geführt und von oben wieder in das Auge hineingesteckt. Die laufende Part tritt unten aus dem Auge aus. Der Achtknoten ist der einfachste Verdickungsknoten: Er ist wirksam und leicht zu lösen. Webeleinstek Film starten Der Webeleinstek wird zum Befestigen der Fenderleinen an der Reling oder als zwei halbe Schläge zum Belegen des Festmachers auf einem Poller verwendet. Er ist ein sehr beliebter Knoten, wird aber oft nicht richtig angewandt. Seine Nachteile: Er kann verrutschen und sich zudem sehr fest zuziehen. Erster halber Schlag mit unten liegender, laufender Part. Zweiter halber Schlag in gleicher Drehrichtung. Gleicher Knoten als Webeleinstek zur Befestigung eines Fenders an der Reling

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Kreuzknoten Film starten Der Kreuzknoten wird zum Verbinder zweier gleichstarker Leinen gebraucht. Er lässt sich leicht lösen und sollte daher nicht zu großen Belastungen ausgesetzt werden. Legen Sie zunächst einen Überhandknoten "rechts über links". Biegen Sie die losen Enden nun zu zwei Buchten nach oben. Legen Sie einen entgegengesetzt parallelen Überhandknoten. Belegen auf einer Klampe Film starten Häufig werden die Klampen an Deck oder am Mast mit vielen Rundtörns und verkehrten Kopfschlägen belegt. Dann wird ein schnelles Fieren oder Abwerfen der Leinen auf Zug nahezu unmöglich gemacht. Deshalb ist es besonders wichtig, die Klampen mit einem richtigen Kopfschlag zu belegen. Beginnen Sie mit einem Rundtörn in Zugrichtung der Leine, die laufende Part beklemmt so die feste. Legen Sie die laufende Part je nach Stärke der Leine und Größe der Klampe ein- oder zweimal gekreuzt (in Form einer Acht) um die Klampe. Der Kopfschlag: Die Leine muss dabei parallel neben der letzten Part und unter der kreuzenden Leine liegen Rundtörn mit halben Schlägen Film starten Es gibt Fälle, in denen man einen Festmacher belegen muss, der stark unter Spannung steht. Die einzige Möglichkeit den Druck von der Leine zu nehmen, ist ein Rundtörn um ein Objekt oder bei sehr starkem Zug sogar zwei, die man mit zwei halben Schlägen sichert. Der erste halbe Schlag kann eventuell auch auf Slip sein, der zweite wird dann mit der Bucht gemacht und so gesichert. Machen Sie zuerst um das Objekt einen oder zwei Rundtörns, sodass die laufende Part entlastet wird. Legen Sie die laufende Part über die feste, dann unter der stehenden hindurch und stecken Sie sie als Ende oder als Bucht durch das Auge hindurch. Machen Sie einen zweiten halben Schlag. Dieser Knoten kann sich sehr fest zuziehen und ist dann nur schwer zu lösen.

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Sportbootführerscheine Schein Sportbootführer schein (SBF) See Sportboot führerschein (SBF)Binnen Sportküsten schifferschein (SKS) Sportsee schifferschein (SSS) Was nützt er? Amtlich vorgeschrieben zum Führen von motorisierten Sportbooten mit mehr als 3,68 kW (5 PS) auf den Seeschifffahrtsstraßen. Amtlich vorgeschrieben zum Führen von motorisierten Sportbooten mit mehr als 3,68 kW (5 PS) auf den Binnenschifffahrtsstraßen Amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern (alle Meere bis 12 Seemeilen Abstand von der Festlandküste) Amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in küstennahen Seegewässern (alle Meer bis 300 Seemeilen und Ost- und Nordsee, Kanal, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer; vorgeschrieben zum Führen von Sportbooten, die gewerbsmäßig zur Ausbildung genutzt werden Amtlicher, empfohlener Führerschein zum Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in der weltweiten Fahrt; Vorgeschrieben zum Führen von Sportbooten, die gewerbsmäßig zur Ausbildung genutzt werden; *der Besitz eines Sportseeschifferscheins wird vorausgesetzt Vorgeschrieben für Sportfahrzeuge ab 15 Meter Länge und weniger als 25 Meter Länge für die Fahrt auf dem Rhein Wird auf allen anderen Binnenschifffahrtsstraßen außer dem Rhein zum Führen eines Sportfahrzeuges ab 15 Meter Länge und weniger als 25 Meter Länge benötigt Wer kassiert? DSV DSV DSV Wieviel kostet er? 65,78 Euro + Nebenkosten. 15-20 Euro Attest 57,08 Euro + 1x Nebenkosten;SBF Binnen Antriebsmaschine und Segeln 57,08 Euro + 2x Nebenkosten. 133,41 Euro + Nebenkosten. Ausstellungsgebühr: 29 Euro 191,50 Euro (Theoretische P.: 25 Euro Zulassungsgebühr, 50 Euro Prüfungsgebühr; Praktische P.: 25 Euro Zulassungsgebühr; 62,50 Euro Prüfungsgebühr zzgl. anteilige Reisekosten d. Prüfer und MwSt., 29 Euro Ausstellungsgebühr) Keine praktische Prüfung; obligatorische schriftliche und ggf. mündliche Prüfung; 104 Euro (25 Euro Zulassungsgebühr; 50 Euro Prüfungsgebühr; 29 Euro Ausstellungsgebühr) 172,70 Euro (Zulassung 20 Euro, Prüfung 90 Euro; Ausstellung 58,30; Porto 4,40 Euro) 174,20 Euro (20 Euro Zulassung; 90 Euro Prüfung; 59,80 Euro Ausstellung; 4,40 Euro Porto; 100 Euro praktische Prüfung + Reisekosten der externen Prüfer) *die praktische Prüfung kann bei nachgewiesener Erfahrung erlassen werden 70 Euro ohne, 90 Euro mit Navigationsprüfung (80/ 100 Euro für Kat. A + D gleichzeitig) s.o. Theoretische und praktische Prüfung: 76,20 Euro + Nebenkosten Theoretische und Praktische Prüfung: 86,90 Euro + Nebenkosten Theoretische und Praktische Prüfung: 74,91 Euro + Nebenkosten 19,26 Euro + 1x Nebenkosten Die Kosten für den Eintrag in das Register richten sich nach dem Wert des Schiffes. Gebühr für die Ausstellung des Schiffszertifikates: 13 Euro s.o. Sporthochsee schifferschein (SHS) Sportpatent für den Rhein Sportschiffer zeugnis WSD Südwest Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) Schifferpatent für den Bodensee, Kat. A (Motor) Schifferpatent für den Bodensee, Kat. D (Segel) Seefunk SRC Erforderlich für nicht gewerblich geführte Fahrzeuge mit Maschinenantrieb von mehr als 4,4 kW Leistung auf dem Bodensee; wird vom DMYV anerkannt und in den Binnenschein umgeschrieben Erforderlich für Segelboote mit mehr als 12 Quadratmetern Segelfläche auf dem Bodensee Amtliche Berechtigung zur Ausübung des Seefunkdienstes im weltweiten Seenot- und Sicherheitssystem (GMDSS) für UKW (Reichweite bis ca. 35 Seemeilen) auf Sportbooten. International und unbefristet gültig Amtliche Berechtigung zur uneingeschränkten Ausübung des Seefunkdienstes im GMDSS für UKW, GW, KW und Seefunk über Satelliten auf Sportbooten. International und unbefristet gültig. Amtlich anerkannte Erlaubnis zum Bedienen und Beaufsichtigen einer Schiffsfunkstelle auf Binnenschifffahrtsstraßen. International und unbefristet gültig Fachkundenachweis, der zum Erweb und zum Transport von Seenot-Signalmitteln berechtigt Urkunde über die Eintragung in das Register für Seeschiffe und über das Recht/die Pflicht, die DE-Flagge zu führen; Nachweis über das Schiffseigentum und sonstige rechtliche Verhältnisse (wie z.B. Schiffshypothek); Vorgeschrieben für Schiffe > 15 Meter (s.o.) Vorgeschrieben für Binnenschiffe mit einer Wasserverdrängung von 10 Kubikmeter und mehr; optional für Binnenschiffe mit einer Wasserverdrängung ab 5 Kubikmeter International anerkannter Eigentumsnachweis, gilt auch als Reisedokument; der IBS gilt bei der Binnenschifffahrt als amtlich anerkanntes Kennzeichenausweis; Gültigkeit: 2 Jahre Weist die Berechtigung zur Führung der DE-Flagge bei Schiffen nach, die kleiner als 5 Meter sind und NICHT in ein Schiffsregister eingetragen sind; enthält das Kennzeichen Voraussetzung für eine Eintragung von Schiffen in ein Seeschiffsregister. Die Registereintragungspflicht besteht bei einer Rumpflänge über 15 Meter Für die Prüfung zuständige Landratsämter Für die Prüfung zuständige Landratsämter DSV/ DMYC Seefunk LRC DSV/ DMYC Binnenschiff fahrtsfunkzeug nis UBI Fachkundenach weis für Seenot signalmittel Schiffszertifikat (See) DSV/ DMYC DSV/ DMYC Das Amtsgericht, das das Seeschiffsregister führt Das Amtsgericht, das das Binnenschiffsregister führt ADAC, DMYV, DSV BSH BSH Schiffsbrief (Binnen) Internationaler Bootsschein (IBS) Flaggenzertifikat (BSH) (gültig für 8 Jahre) Schiffsmessbrief (BSH) 25 Euro (20 Euro für DMYV-Mitglieder), 18 Euro für 2-Jahres-Erneuerung, Eigentumswechsel und sonstige Änderungen 40 Euro 1. Vermessungsgebühr nach dem vereinfachten Verfahren: Längefeststellung 85 Euro, Raumvermessung 300 Euro, Messbriefausstellung 100 Euro 2. Vermessung nach dem Internationalen Übereinkommen von 1969: Londonvermessung 600 Euro, Messbriefausstellung 150 Euro Ca. 18 Euro Ausweis über das Kleinfahrzeug kennzeichen (Wasser u. Schifffahrts ämter) Enthält das Kennzeichen des Schiffes nach der Kennzeichnungsverordnung Binnen; Kennzeichen sind für alle Boote auf Binnenschifffahrtsstraßen mit mehr als 20 Meter Länge und einer Antriebsmaschine von mehr als 2,21 kW (3 PS) vorgeschrieben; ausgenommen von der Kennzeichnungspflicht sind Seeschiffe Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA)

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Die RS Vision ist eine ungewöhnliche Jolle: Gefertigt aus Polyethylen ist sie nahezu unverwüstlich und extrem langlebig ­ und dazu noch sehr günstig. Thorsten Höge (Text und Fotos) segelte die einfach zu bedienende Vielzweck-Jolle auf der Kieler Förde Viva Vision jolle. Sie hat Platz für eine Familie. Lässt sich aber auch einhand segeln. Hat eine Außenborder-Halterung, kommt aber aus einer Werft, die vor allem Rennjollen baut. Des Rätsels Lösung: Vor uns liegt die neue RS Vision aus England. Beim ersten Anblick möchte man spontan tirilieren: "In meiner Badewanne bin ich Kapitän". Die kantigen Formen, das für eine Jolle ungewöhnlich hohe Freibord, die breite Wasserlinie und das flache Unterwasserschiff lassen diese Assoziation unwillkürlich zu. Doch beim näheren Hinsehen lassen sich eine Reihe spannender Details entdecken. Also schnell slippen und raus auf's Wasser. Die optionale, passgenaue Persenning lässt sich problemlos und schnell entfernen. Mit ein paar Handgriffen ist das Groß angeschlagen. Der Hals der Fock sitzt an einem Roller, das gerollte Tuch wird am Fall in den Mast gezogen. Wie oft üblich auf Jollen und Kleinkreuzern, dient as ist das? Es hat einen ausfahrbaren Bugspriet, an dem ein knallgelber Gennaker baumelt, typisches Zeichen einer modernen Gleitjolle. Aber die Gesamtsegelfläche ist gemäßigt, das Rigg eher konventionell und frei von Überraschungen. Der Rumpf besteht aus Polyethylen, pures Plastikfantastik also. Aber die Form erinnert eher an eine alte hölzerne Knickspant- Der Kompressionskicker drückt den Großbaum von oben nach unten und schafft so Platz das Vorstag nur als Behelfsstag, das Vorliek der Fock übernimmt die Stütz- und Masttrimmfunktion. Der Baumniederholer gehört zu den netten, interessanten Ausstattungs-Merkmalen: Es ist ein Kompressionskicker, der oberhalb des Baumes angebracht die Spiere von oben nach unten drückt ­ ein einfaches und praktisches System, das so für mehr Raum im Cockpit sorgt. Mit dem Hafentrailer lässt sich die Vision von einem Erwachsenen alleine bewegen und slippen. Um die 125 Kilo bringt die Jolle auf die Waage. An der Slipbahn stellen wir sofort fest, wie steif die Vision im Wasser liegt. Problemlos kann man über die Seite einsteigen. Also Segel hoch und raus auf die Ostsee. Nur eine laue Brise bläst uns vor der Hafeneinfahrt in Kiel-Schilksee entgegen, maximal bringen uns zehn Knoten Wind in Schwung. Auf der Vision ist alles auf einfaches und bequemes Segeln ausgelegt, vom Leinengewirr einer Regatta-Jolle ist das Boot weit entfernt. So konzentriert sich die Crew voll auf's Genießen. Am Wind segelt die Vision bemer-

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Am Wind ist die Vision entfaltet die Vision erst bei mehr Wind ihre Möglichkeiten kenswert ruhig und ausgeglichen. Die große Breite in der Wasserlinie sorgt für viel Stabilität, da kann bei diesen Bedingungen locker eine Person in Lee sitzen ­ es dürfte nicht einfach sein, die Vision umzuwerfen. Ein Trapez für den Vorschoter lässt sich übrigens nachrüsten. Zwei große Lenzer am Heck, die über der Wasserlinie liegen, sorgen für ein trockenes Cockpit. Das breite Süll bietet ermüdungsfreien Sitzplatz, etwas tiefer in der Plicht sind weitere Sitzbänke längs und quer eingelassen. Leider verhindert vor allem die Querbank, dass man die immerhin 4,60 m lange Jolle auf einem kleinen Törn (der sonst ohne weiteres möglich wäre) zum Übernachten nutzt ­ eine echte Wanderjolle ist die Vision also nicht. Schade. Und das, wo soviele trockene Staufächer vorhanden sind, die auch den Schlafsack schützen würden. Hoch mit dem Gennaker! Das geschieht völlig problemlos: Einfach am Fall ziehen und der Bugspriet saust automatisch mit heraus. Und los geht es. Mit der gelben Blase merkt man, das die Vision temperamentvoller sein kann, als sie am Wind spüren läßt. Selbst bei den herrschenden Bedingungen kommen wir kurz in die Glitsch, dabei bleibt die Jolle jederzeit beherrschbar. Auch bei mehr Wind sollte sie gutmütig reagieren und zu segeln sein. Ideal für Anfänger, die das GennakerSegeln lernen wollen. Bei Wind werden aber auch Könner ihren Spaß haben. Das Bergen des Gennakers geschieht genauso einfach. Nur die Bergeleine ziehen und Baum und Tuch verschwinden flott in der Trompete unter dem Vordeck. Der untere Großschotblock sitzt auf einem Podest, einen Traveller gibt es nicht. Die Schot ist gut zu bedienen vom Steuermann. Für viel Wind ist standardmäßig eine Reffreihe im Groß vorgesehen. Ab auf den Strand. Hier zeigt sich ein echter Vorteil der Vision: die Bauweise. Hersteller RS (steht für Racing Sailboats) hat RS Vision Lüa: .........................4,60 m Büa: .......................... 1,75 m Gewicht: ................125 kg Groß: ...........................9 m² Genua: .....................22 m² Fock: ........................3,2 m² Gennaker: ...........12,6 m² Preis: .....ab 6.390 Euro Händler: Onsail Christian Brandt, Hauptstraße 31, 22869 Schenefeld Tel. 040/899 77 91, www.onsail.de

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Mehr Fotos sich auf den Bau von Polyethylen-Jollen spezialisiert und ist seit mehr als zehn Jahren gut im Geschäft. Der Kunststoff wird in eine Form eingespritzt und dann gebacken. So entsteht eine Jolle aus einem Stück, das zwar im Vergleich zum Glasfaserkunststoff geringfügig schwerer ist, dafür aber wesentlich günstiger in der Herstellung sowie unsinkbar, nahezu unverwüstlich und wartungsfrei. Problemlos kann man auf den Strand segeln, Kratzer entstehen dabei nur bei wirklich sehr harter Beanspruchung. Das Material ist so unempfindlich, dass die Jolle ganzjährig draußen gelagert werden kann. Beulen im Schiff verschwinden mit der Zeit entweder ganz von selbst oder nach Erhitzen der Stelle mit einem Fön. Der Nachteil: PlastikLook. Das Fazit: Die Vision ist eine wirklich vielseitige Jolle, die sowohl Anfängern als auch ambitionierten Seglern viel Freude bereiten dürfte. Vor allem das einfache Gennakern macht Spaß ­ auch einhand. Ideal eignet sich das Boot als Ausbildungs-Jolle, sie ist sehr gutmütig und die Bedienung schnell zu lernen. Trimmmöglichkeiten sind nur eingeschränkt vorhanden, alles im Sinne einfachen Segelns. Doch das ein oder andere kann man einfach nachrüsten und die Vision etwas "tunen". Auf den Strand: Das Polyethylen verträgt unsanfte Behandlung Anders als die Vielzweckjolle Vision setzt die Feva von RS auf einen klaren Zweck: Sie soll für die Jüngsten als Zwei-Personen-Umsteigerklasse aus dem Opti dienen und die Lücke bis zum 29er schließen. Dafür ist sie auch hervorragend geeignet. Als international von der ISAF anerkannte Klasse gibt es bereits große Regattafelder (über 1500 Boote weltweit), die Feva ist aufregender und vor allem wesentlich moderner als der Teeny, der eher auf "klassische" Jollen wie 420er oder 470er vorbereitet. Wie auf der Vision geschieht auch auf der Feva das Gennakersetzen und -berRS Feva gen völlig Lüa: ..........................3,64 m problemlos. Feva: Einfache Gleitjolle für den Büa: ..........................1,42 m Dank des Übergang vom Opti. Nach einer Gewicht: ................. 63 kg Polyethylen Kenterung ist die Feva einfach Groß: ........................5,5 m² sind die Fevas aufzurichten Lattengroß:......... 6,5 m² unsinkbar, verfügen Fock: .........................2,1 m² über viel Auftrieb und sind entsprechend einfach und schnell wieder aufzurichten Gennaker: ................ 7 m² nach einer Kenterung. Bei unserem Probeschlag auf der Kieler Förde konnten wir Preis: .....ab 3.990 Euro uns davon überzeugen, dass die Feva einhand auch Älteren noch Spaß macht. Die Jolle kommt schnell in die Glitsch, liegt leicht auf dem Ruder und ist ausreichend Händler: Onsail Gewichtstrimm-sensibel, um für den Umgang mit anspruchsvollen, modernen Skiffs Christian Brandt, wie 29er, 49er etc. vorzubereiten. Die Ausreitgurte lassen sich einfach und schnell Grabenstücken 6, auch auf dem Wasser an jede Körpergröße anpassen. In ihrer Größe ist die Feva 22607 Hamburg, sicher eine der Schnellsten unter den Wettbewerbern. Für Eltern und Clubs dürfte Tel. 040/899 77 91, der geringe Pflegeaufwand, der nötig ist, nicht ganz unwichtig sein. Die Feva ist www.onsail.de auf der boot in Halle 17 C56 zu sehen.

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KLEINE BOOTE ... ken! VIDEO: hier klic GROSSES VERGNÜGEN! ONSAIL ist Deutschlands erste Adresse für das moderne Jollensegeln. Gutmütige aber sportliche Einsteigerboote, vielseitige Autodachjollen, robuste Kinder-Katamarane, stabile Familienjollen, rasante High-Performance-Skiffs, Hubkieler... ONSAIL ist deutschlandweit Marktführer für Gennaker-Jollen, PE-Jollen und Hydrofoiler. Unser Erfolgsrezept: Wir bringen mehr Spaß in den ONSAIL.de Segelsport. Für Anfänger wie für echte Kenner. Lassen Sie sich beraten. Telefon 040-899 77 91

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Think Bic! Bei einem ersten Test konnte der versierte Opti-Segler Jonny Peters richtig Gas geben. Sein Spielzeug: Die neue, flache Gleitjolle "O'pen" des französischen Herstellers Bic. Gerald Sinschek flitzte auf der Elbe mit dem Schlauchboot hinterher und drückte auf den Auslöser

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Auch auf Am-Wind-Kursen ist der Bic richtig flott. Überkomemndes Wassser fließt einfach hinten raus chon die erste Bö bringt die Rennschüssel "O'pen" ins Gleiten, kaum dass ich die Hafenausfahrt passiert habe. Ich frage mich nicht lange, wo ich meinen Körper auf der winzigen Fläche zwischen Ausreitgurten und Kante platzieren soll. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sofort raushängen!", schwärmt Jonny. Die rund 55 Kilogramm leichte Jolle ist mit 4,5 Quadratmeter Segelfäche getakelt, einer mehr als beim Optimisten. Den soll der Bic ablösen, wenn die kritische 50-Kilo-Grenze bei Opti-Kids überschritten, der Laser aber noch zu unhandlich und ein Partner für den 420er nicht in Sicht ist. Der sehr flache, schnittig geformte Rumpf, dessen Kante kaum über das Wasser reicht, und ein transparentes, durchgelattetes Segel im Katamaran-Schnitt bestimmen das Bild des "O'pen". Auf den ersten Blick erinnert die Jolle an einen Laser und macht sofort Lust einzusteigen und loszusurfen. "Am Wind segelt die schnelle Jolle von Bic sehr hoch, die Bändsel zeigen den optimalen Trimm an, wenn der Wind schon fast direkt von vorne kommt. Durch kurze, höhere Wellen schneidet die Jolle hindurch, fast ohne Geschwindigkeitsverlust. Dabei fließt das übergekommene Wasser einfach wieder heraus. Das Segel twistet am Wind in stärkeren Böen gewaltig, dadurch verringert sich der Druck und auch der Speed." Bei den 55 Kilogramm Körpergewicht von Jonny ist dieser Twist angenehm, doch für schwerere Segler kostet der Segelflächenverlust viel Geschwindigkeit. Ein härterer Mast und ein Baumniederholer sind unbedingt erforderlich, wenn der Bic sportlich gesegelt werden soll. "Ich falle etwas ab und gebe einen Schrick in die Schot. Der Speed nimmt zu und ich gleite sanft über das Wasser. Ich falle weiter ab, fiere die Schot. Auf Halb-Wind wird der Bic immer schneller. Beim Optimisten muss Für den Transport ist der Mast teilbar

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Spätestens bei halbem Wind und schon ab knapp drei Beaufort glitscht der Bic los ich mir zuerst eine Welle suchen, mit der ich ins Surfen komme. Hier ist es vollkommen anders: Ich überhole die Wellen einfach und ein kleines bisschen Herauslehnen genügt, um loszusurfen." Jonny, Wende! rufen wir aus den Dingi. "Das Boot reagiert blitzartig. Kaum habe ich Ruder gelegt, dreht der Bug in den Wind. Ich muss aufpassen, Leichter Druck auf das Schwert genügt, um den Bic nach einer Kenterung wieder aufzurichten dass ich nicht abrutsche. Plötzlich springt die Ruderanlage von den Bolzen und ich werde, die Pinne noch in der Hand, ins Wasser katapultiert. Der Bic kentert." Der Sicherungsclip aus Kunststoff an der Ruderhalterung erfüllt seinen Zweck nicht. Im Laufe des Tests fällt das Ruder noch häufiger von den Bolzen. Dazu Bic-Händler Matthias Regber: "Dieses Problem ist bisher unbekannt. Aber von dem Clip am Testboot ist ein Stück abgebrochen, deshalb funktionierte er nicht." Im Heckbereich fehlen rutschfeste Flächen, die mehr Halt bei Manövern geben. "Wegen der flachen, glatten Form des Rumpfes hatte ich kaum Möglichkeiten, mich festzuhalten. Der Bic kentert aber im Vergleich zum Opti nicht ganz durch, sondern bleibt auf der Seite liegen. In dieser Postition kann ich das Ruder wieder einhängen und das Vorliek weiter durchsetzen. Nach leichtem Druck auf das Schwert richtet sich der Bic sofort wieder auf. Auf dem Vorwindkurs zurück zum Hafen kann ich mich entspannen. Entweder legt man sich ins Boot oder man hockt in der Mitte, um gerade zu segeln. Ankippen wie beim Optimisten, um das Segel weiter nach oben zu strecken und die vom Wasser benetzte Fläche zu verringern ist nicht nötig, da das Segel dadurch kaum weiter nach oben kommt und die Fläche im Wasser sich nicht

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verringert. Aber der Vorwindkurs ist sowieso langweilig. Viel mehr Spaß macht es, mit dem Bic im Zickzack raumschots zu flitzen." Ja, der "O'pen" ist ein Spaßboot wie der 29er, aber einfacher zu segeln. Wo Taktiererei unwichtiger wird und man mehr auf Speed setzt, ist der Bic genau richtig: Bequem schnell segeln mit einfachem Trimm und schnell aufzuriggen. So kann man schon bei knapp drei Windstärken Spaß haben. Jonnys Testurteil: Voll coole Kiste! Persönliche Törnberatung von unserem Dipl.-Meteorologenteam · Fax · Email · Telefon O'pen Bic Komplett kostet der 2,75 Meter lange und 1,14 Meter breite "O'pen" von Bic mit Epoxymast, Alubaum, Ruder und Segel 2.699 Euro, für den unempfindlichen PE-Rumpf alleine sind 1.299 Euro zu bezahlen. Daran passen das Rigg, Schwert und Ruder fast aller Optimisten. Man kann also Schritt für Schritt umsteigen, was die Jolle auch für Vereine mit Opti-Bestand interessant macht. Das maximale Seglergewicht beträgt 90 Kilo. Infos: Choppy Water, Tel. 0431/971 98 98, www.choppywater.de, www.openbic.com Wettersoftware · Mittelwind · Böen · Seegang · Luftdruck · Wetter · Temperatur GRIB-View 2 Start Video · das GANZE Wetter · 5-Tage Vorschau · kleine Datenpakete · niedrige Kosten WetterWelt GmbH Tel + 49 (0) 431- 560 66 77 www.wetterwelt.de routing@wetterwelt.de

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Ausrüstung: Elektrische Bord-WCs im Test · Technik: Neuer Elektro-Außenborder · Boote: Maxi 77 & Sunbeam 42.1 · Charter: Übersicht ­ kleine Boote auf deutschen Revieren · Reise: Peloponnes Kommen Sie an Bord! 3 Ausgaben für 9,- www.segelnmagazin.de Charter Kleine Boote für kurze Törns am Wochenende Bootstest · Klassiker: Maxi 77 · Reiseboot: Sunbeam 42.1 · Porträt: Ixylon AUF GEBRAUCHTBOOTK Im Ausland billiger? n ma In welchen Ländern kann beim Erwerb sparen n lauern Welche Risike Regeln Vorschriften und Sie sparen über 30% Werkzeugtasche Werkzeugtasche von WATSKI aus strapazierfähigem Material. Mit vielen Taschen und Fächern. Maße: H 24 x B 29 x T 18 cm. ohne Inhalt.. Fit für den Gratis s April 2010 Frühling Seetüchtigkeit und technische Sicherheit älterer GFK-Yachten. So bereiten Sie Ihr Boot optimal auf die kommende Saison vor Exklusiv: Torqeedos neuer E-Außenborder Titel.indd 1 02.03.2010 16:47:00 Uhr Mehr finden Sie hier!