Neues vom Darß: Kein Hafen in Sicht
Die geplante Marina in Prerow auf dem Darß wird nicht gebaut. Die Gemeinde hat dem Hafenneubau in der vergangenen Woche eine endgültige Absage erteilt.

Ein Gutachten der Fachhochschule Stralsund hatte bei der Abstimmung unter den Gemeindevertretern des Ostseebads den Ausschlag gegeben. Die aktuelle Planung sei unrealistisch, so das Resultat des Gutachtens. Zusätzlich zu erheblichen Umweltschutz-Bedenken, würde sich das 30 Millionen Euro teure Projekt auch nicht rechnen. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) bedauerte die Entscheidung.
Der Hafenbau war seit Jahren erklärtes Ziel von Landesregierung und Touristikern. Er setze jetzt auf einen Hafen weiter östlich in Zingst, so Schlotmann. Der Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) zeigte bereits seine Bereitschaft für einen Hafenbau in seiner Stadt. Er habe bereits Gutachten zur Machbarkeit in Auftrag gegeben, so Kuhn. Mit ersten Ergebnissen rechne er noch vor Weihnachten, Ende Februar soll klar sein, ob der Hafen gebaut werden kann. Sollten die Gutachten positiv ausfallen, stünde einem Hafen-Neubau nichts im Wege.
Nach Ansicht von Landesregierung und Touristikern ist ein Hafen auf der Halbinsel Fischland/Darß dringend nötig, um damit eine Lücke zwischen Warnemünde und Barhöft nördlich von Stralsund zu schließen und einen geeigneten Ersatz für den umstrittenen Nothafen Darßer Ort zu finden. Im vergangenen Jahr hatte die Landesregierung in dem Glauben, dass die Prerower dem Neubau grünes Licht geben werden, der letztmaligen Ausbaggerung des Nothafens zugestimmt. Die Zukunft des dort stationierten Seenotrettungskreuzers ist nun weiterhin ungewiss.
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