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Mit Wind und Tide

Mit einem weltweit einmaligen Verfahren werden die Wasserstandsvorhersagen des BSH noch ein Stück genauer

Seit einigen Jahrzehnten ist es bereits möglich über die Gezeiten anhand von Berechnungen genaue Aussagen zu treffen. Nicht nur die Zeiten von Hoch- und Niedrigwasser können bestimmt werden, sondern auch der Wasserstand kann im Vorfeld berechnet werden. Allerdings haben die Wetterbedingungen auf der Nordsee einen maßgeblichen Einfluss auf die Gezeiten und die Wasserstandshöhe. Starke Stürme drücken das Wasser in die Flussmündungen oder in das Watt. Das Wasser staut sich wesentlich höher als vorher berechnet.

Aus diesem Grund hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) ein neues Verfahren entwickelt, um die Wettervorhersagemodelle des DWD mit in die Berechnungen einfließen zu lassen.

Seit dem 16. Februrar 2012 werden die Vorhersagen an den Pegeln der deutschen Nordseeküste regelmäßig alle 15 Minuten aktualisiert. Die Pegelstände werden auf sechs Tage im voraus berechnet.

Eine große Sturmflut kann aber nach wie vor nur 24 Stunden im Voraus angekündigt werden, erläutert die Präsidentin des BSH, Monika Breuch-Moritz. Falls eine Sturmflut droht, werden die Berechnungen durch ein sogenanntes 'Nowcasting" des DWD ergänzt. Diese Modelle blicken weniger in die Zukunft und optimieren die kurzfristigen Rechenergebnisse, auf die es während einer Sturmflut ankommt.

Die Pegelstände können unter www.bsh.de abgerufen werden


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