ISAF gibt aktualisierte Piraterie-Warnung für Segler heraus
Der Internationale Seglerverband ISAF hat eine dringende Empfehlung herausgegeben, den Westindischen Ozean, die Arabische See, das Somalia-Becken und den Golf von Aden zu meiden. Wörtlich heißt es: „Halten Sie alle sich davon fern!“
Es ist die dritte, aktualisierte Warnung, die die ISAF herausgibt. Mitgearbeitet haben an dem acht Seiten umfassenden Dokument laut ISAF erfahrene Vertreter verschiedener Seglerverbände, unter anderem des World Cruising Club. Die Aktualisierung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem von der EU-Mission eingerichteten Maritimen Sicherheitszentrum Horn von Afrika (MSCHOA).
Die Botschaft ist klar und sticht aus dem Dokument immer wieder in roten Lettern hervor: Meiden Sie dieses Gebiet! Weder könnten sich Segler darauf verlassen, von den patrouillierende Kriegsschiffen der EU-Mission beschützt zu werden – diese dürfen laut Einsatzmandat nicht eingreifen, wenn Piraten erst einmal eine Yacht geentert haben –, noch böte die Fahrt im Konvoi Sicherheit. "Ein unter dem Einfluss der Droge Khat stehender, junger Pirat, der ohne Bedenken Feuer auf ein Kriegsschiff eröffnet, wird vor einer Gruppe aus 25 bis 30 Yachten nicht halt machen", heißt es in dem Papier. Außerdem seien die Yachten zu langsam, um bei Sichtung eines verdächtigen Fahrzeugs schnell genug eine Verteidigungsformation einzunehmen.
Vom Mitführen von Waffen raten die Verfasser des Dokuments eindrücklich ab, auf die Angreifer zu schießen verstärke nur deren Gewaltbereitschaft und könne die Situation schnell eskalieren lassen.
Rat für Unbelehrbare
Wer nach der Lektüre immer noch an dem Plan festhält, die als piratengefährlichen Seegebiete durchqueren zu wollen, findet in der Broschüre Handlungsrichtlinien und Kontakte, um sein Vorhaben anzumelden und während der Passage des kritischen Gebiets Kontakt zu halten.
Die Broschüre kann als PDF auf der Seite der ISAF heruntergeladen werden.
Seit Februar 2011 befindet sich die dänische Crew der Yacht ING in den Händen von Piraten. Sie werden als Geisel festgehalten, nachdem sie im Indischen Ozean überfallen und verschleppt wurden.
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