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Großsegler Bounty wegen Hurricane Sandy gesunken

Der Großsegler Bounty scheint heute morgen im Hurricane Sandy gesunken zu sein. Bisher konnten 14 der 16 Crewmitglieder gerettet werden

Die Bounty vor Chicago

Der gleichnamige Nachbau des legendären Großsseglers Bounty ist heute offenbar vor der Ostküste der USA gesunken.

Medienberichten zufolge setzte die Crew in den frühen Morgenstunden einen Notruf ab. Kurz darauf habe die Crew das Schiff verlassen, nachdem die Wasserpumpen dem überkommenden Wasser nicht nachkamen.

Zwei Mitglieder der 16-köpfigen Crew werden noch vermisst. Darunter befindet sich wahrscheinlich auch der Kapitän des Schiffes, Robin Walbridge. Aus den letzten Berichten des BBC geht hervor, dass das Schiff beim Verlassen der Crew möglicherweise gekentert ist und zwei Mannschaftsmitglieder sich nicht retten konnten.

Die Suche nach Vermissten dauert weiterhin an. Es ist am Montag, den 29. Oktober 2012 um 20.13 MEZ der erste größere Einsatz der Wasserschutzpolizei in Zusammenhang mit dem Hurricane Sandy.

Das Schiff war in Regefronten vor Sandy geraten, während es südlich entlang der Ostküste segelte. Den Hurricane-Kern berührte das Schiff offensichtlich nur an dessen Rand, sein Auge soll bei der Havarie 250 km entfernt gewesen sein. Dennoch erklärte der amerikanische Rettungsschwimmer Randy Haba nach seinem Einsatz, dass „es die schwerste See war, in der ich jemals war."

Dem Kaptitän schienen vor dem Auslaufen der Risiken bewusst zu sein. Man wollte so gut wie möglich das Gröbste umschiffen. „Es wird eine harte Reise", heißt es auf der Homepage für die Tour. Warum das Schiff am 25. Oktober 2012 in New London, Connecticut, dennoch trotz der offensichtlich dramatischen Wetterlage auslief, ist unklar. Es sollte spätestens am 10. November 2012 in St. Petersburg, Florida, für Besucherbesichtigungen bereit stehen.

Offizielle Neuigkeiten zu dem Thema von der US-amerikanischen Küstenwache

Update 23.55 MEZ: Laut Spiegel Online wurde eins der beiden vermissten Crewmitglieder um 23.25 Uhr bewusstlos aus dem Wasser abgeborgen. Die 42-jährige Frau trieb vermutlich bis zu 18 Stunden im Wasser. Der Kapitän werde weiterhin vermisst. 

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