Etappen-Aus für Abu Dhabi und Sanya
Innerhalb der ersten 24 Rennstunden gaben bereits zwei Teams die erste Etappe des Volvo Ocean Race 2011-2012 auf. Bei den Schwerwetter-Bedingungen nach dem Start brach dem Team Abu Dhabi der Mast. Sanya verbuchte ein großes Loch im Rumpf, dessen Ursache noch nicht geklärt ist

Kurz nach dem Start der ersten Etappe des Volvo Ocean Race von Alicante, Spanien, nach Kapstadt, Südafrika, mussten bereits zwei Teams aufgeben.
Nach nur 84 Rennmeilen brach der Mast des Teams Abu Dhabi. Die Crew befand sich in rauer See, als das Rigg beim Aufprallen in ein Wellental nachgab. In vollkommener Dunkelheit versuchte die Mannschaft, sich des zerstörten stehenden Gutes zu entledigen. Erst nachdem der Boat Captain Wade Morgan ins Wasser stieg und von dort aus Verbindungen kappte, konnte das Team zurück nach Alicante motoren. Bei dem Zwischenfall kam kein Mitglied der Mannschaft zu Schaden. „Es war der beängstigendste Tag in meinem Leben", schilderte jedoch das jüngste Mannschaftsmitglied Adil Khalid.
Riggspezialisten und das Abu Dhabi-Landteam arbeiten momentan unter Hochdruck daran, den Volvo Open 70 wieder mit stehendem Mast aufs Wasser zu bringen. Der Ersatzmast ist bereits gestern Nacht eingetroffen. Skipper Ian Walker schätzt, in drei Tagen wieder segelfertig zu sein. Nach den VOR-Regeln darf das Team dann von dem Ort der Havarie wieder ins Rennen starten. Der Rückstand auf das Feld dürfte zu dem Zeitpunkt zwar bereits beträchtlich sein. Aber in den Kalmengürteln erwartet die VOR-Racer Flaute, sodass sich das Feld wieder zusammenschieben könnte.
Keine Chance dafür, an der ersten Etappe noch erfolgreich teilzunehmen, hat der zweite Havarist. Team Sanya stieß ebenfalls nachts vermutlich gegen einen schwimmenden Gegenstand, der die Bordwand nahe des Buges durchbrach. Bis zum ersten Schott floss Wasser in die Rennyacht. Skipper Mike Sanderson vermutete, dass der Gegenstand eine „punktuelle Wunde" am Rumpf verursachte und dieser dann auf dem Weg in den nächsten Hafen an der Bruchstelle weiter „aufpellte". Experten schätzen eine Reparaturdauer von zwei bis drei Wochen. Sanderson will alles daran setzen, zum Start der zweiten Etappe mit einem heilen VOR70 in Kapstadt zu sein.
Das erste Team, Camper, hat derweil die Straße von Gibraltar passiert. Von den um die 38 Knoten Wind der ersten 48 Rennstunden flaute der Wind außerhalb des Mittelmeers auf fünf Knoten ab. „Die nächste große Herausforderung ist die ausgedehnte Schwachwindzone voraus und wie sie am besten zu bewältigen ist, um sich in günstige Passatwinde einzuhaken und die Spitzenposition zu verteidigen", so Hamish Hooper, Media Crew Member der Camper.
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