Regatta

Dritter Mastbruch des VOR erwischt Groupama

Der dritte Mastbruch des Rennens trifft die zu dem Zeitpunkt führende Groupama hart. Das Ende der fünften Etappe hätte ein sensationelles werden können - verwandelte sich durch die Havarie des Führunden aber in eine Negativwerbung für die Veranstaltung

Mit Groupama hatten nun alle Teams mindestens einen ernsthaften Schaden

Die Yacht des französischen Teams Groupama erlitt heute einen Mastbruch. Das Team befand sich zu dem Zeitpunkt in der fünften Etappe des Volvo Ocean Race an der Kreuz in Führungsposition. Aus der Crew kam kein Mitglied ernsthaft zu Schaden.

Nach einem harten Rennen durch den stürmischen südlichen Pazifik gaben bereits drei der sechs Teams auf. Das spätere Führungsduo Groupama und Puma klebte dennoch die gesamte Etappe förmlich aneinander, auch als die Bedingungen sanfter wurden. Von den 6.700 Meilen waren noch rund 600 abzusegeln, als das Etappenfinale spannender denn je zu werden schien - es gab mehrere Führungswechsel, die Yachten blieben ständig in Sichtkontakt. Der Endspurt mutete sich wie ein Matchrace an.

Zudem rauschte Team Telefonica nach einem kurzen Reparatur-Stopp an das Führungsduo heran. Innerhalb von drei Tagen machten die Spanier fast die komplette 400 Meilen Rückstand wett.

Das spannende Ende hätte die zahlreichen Schäden an den anderen Yachten in den Schatten gestellt. Doch es kam, wie es kommen musste - das Rohr der Groupama gab zehn Meter über dem Deck nach und nahm der kämpfenden Mannschaft alle Chancen auf den Sieg.

Puma könnte noch von Telefonica eingeholt werden. Mittlerweile segeln die Teams mit 40 Meilen Abstand zueinander. Das Ziel liegt in 540 Meilen Entfernung. Telefonica ist zur Zeit überwiegend schneller als Puma.

Es hätte ein sensationelles Etappenfinale werden können - doch durch den dritten Mastbruch und den siebten zum Aufgeben zwingenden Schaden ist es erneut zur Negativwerbung für die Veranstaltung geworden. Die  hohe Quote von schweren Schäden an den Yachten kann nicht etwa an zu ruppigem Wetter liegen. 

Die Leitung der Regatta hat sich dazu jetzt auch erstmalig geäußert. „Es ist nicht akzeptabel, so viele Unfälle in einem Rennen zu haben. Wir werden es nicht versäumen, darüber gründlich nachzudenken", erklärte CEO Knut Frostad. Frostad selbst nahm vier Male an der Weltumrundungsregatta teil - drei Male davon, als noch mit stabileren Booten gesgelt wurde.

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