Vor allem Außenborderdiebstähle stiegen im letzten Jahr "besorgniserregend" an – Kompetenz-Zentrum Bootskriminalität stellt Statistik für 2009 vor
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 343 Sportboote entwendet, das ist ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei Diebstählen von Außenbordern lag die Steigerungsrate bei 21 Prozent: 1.113 Motoren wurden im vergangenen Jahr gestohlen.
Diese Zahlen gaben die Fahnder des Kompetenz-Zentrums Bootskriminalität (KBK) am 8. März 2010 in Konstanz bekannt. Am stärksten sind die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg von Bootskriminalität betroffen; allein 354 der 1.113 im Jahr 2009 gestohlenen Außenborder entfallen auf das Land Brandenburg.
Die Fahnder des KBK berichten von immer besser organisierten Tätergruppen, die europaweit tätig und hoch mobil sind. Bei ihrer Fahndung arbeiten die Beamten daher mit Behörden weltweit zusammen. Die Sput eines Bootes konnte bis in ide Karibik verfolgt werden: In der Dominikanischen Republik wurde eine Segelyacht sichergestellt, die im November 2006 an der kroatischen Küste bei Split als gestohlen gemeldet worden war.
Das KBK weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass an gestohlenen Gegenständen kein Eigentum erworben werden kann, auch wenn sie in gutem Glauben erworben worden sind. Die Wasserschutzpolizei Konstanz bietet allen Kaufinteressenten an, vor dem Erwerb eines Wassersportfahrzeugs, Trailers oder Außenbordmotors entsprechende Überprüfungen durch das KBK durchführen zu lassen. Anfragen können telefonisch (07531/590 23 00) oder per Mail (kbk@polizei.bwl.de) an das KBK gerichtet werden.
Das Kompetenzzentrum Bootskriminalität wurde 2001 gegründet. Die Beamten in Konstnz sind auf die Fahndung nach gestohlenen Sportbooten, Außenbordmotoren und Trailer spezialisiert und nehmen bundesweit und aus dem Ausland jährlich etwa 1.600 Anfragen zu kontrollierten oder verdächtigen Wasserfahrzeugen entgegen.